Morgen im Bett mit Marita 🙂

Es ist 5:00 Uhr und ich bin bereits wach im Bett. Klar, ich bin schon ein “Morgen-Mensch”, ich stehe auch gerne morgens auf, also zu Hause bin ich zusammen mit meinem Sohn (5 Jahre) die Morgen Delegation. Meine Tochter (8 Jahre) und mein Mann sind auf “unserer Sprache” die zwei Eulen… Aber um 5:00 Uhr stehe ich auch nie wirklich auf, weil mein Sohn so leicht hörig ist und sofort hinter mir aufgestanden wäre….Nun, ich habe sofort gemerkt, irgendwas stimmt es mit mir nicht. Mein Halsbereich tut weh, schlimmer als gestern. Also hat mir alles, was ich gestern gegen die Schmerzen unternommen habe, nix/null/zero/nada geholfen. Der erste Gedanke ist – wie kann ich sonst diese ruhige, friedliche Zeit noch vor dem Aufstehen, bewusster und nach der kurzen Meditation nutzen? Weil ich bereits auf meinem Handy die Podcastfolgen zum Hören geladen habe, hatte ich die Idee, diese dann endlich abzuhören. Es ist ein neuer Podcast Kanal. Hinter dem Podcast stehen zwei Frauen und sprechen über Selbständigkeit. Eine davon habe ich sogar persönlich bei dem The Content Society Life Treffen in Stuttgart kennengelernt und gleich mit ihr verblieben, dass wir uns besser und näher kennenlernen wollen. Marita ist mir sofort auf mehrere Arten und Weise positiv aufgefallen. Vor allem optisch: ich mag einfach Frauen, die Brille tragen (ich habe welche 20 Jahre getragen und ich vermisse immer noch diesen Teil von mir). Ich mag Frauen, die durch “irgendwas” auffallen. Marita hatte in Stuttgart einen “rosa” Blazer und fiel schon durch diese Farbe mir zumindest schnell auf. Wir sind direkt ins Gespräch, noch vor dem Beginn der Auftaktveranstaltung, gekommen. Am Ende der Veranstaltung haben wir beide den Wunsch gehabt, uns als Buddy im Rahmen der The Content Society Challenge gegenseitig zu unterstützen. Und ich kenne so gut dieses Gefühl, wenn das Gespräch einfach fließend ist und die Chemie stimmt… So war es auch, zumindest für mich, mit Marita die paar Minuten während des Tages in Stuttgart zu reden.

Die Neuentdeckung in der Podcast-Welt. Empfehlenswert!

Ausgerechnet am letzten Montag haben wir uns beide mit Marita als neue Buddy Partner dann auch online getroffen und ich habe von Marita die Bestätigung bekommen, dass ihr mit mir in Stuttgart sehr ähnlich ergangen ist. Ach, wie schön ist das bitte alles 🙂 Seit Montag habe ich mir auch vorgenommen, endlich ihren Podcast  zu hören und mir eine Meinung zu machen bzw. abzugleichen, wie ich sie direkt mit mir im Gespräch und Austausch wahrnehme und wie sie mir im Podcast rüberkommt. Und wisst ihr was, es hat wieder alles gestimmt. Sie überzeugt mich, mit ihrer authentischen, ehrlichen, echten Art. Sie und ihre Podcast-Komplizin sprechen so offen und real von dem Thema “Selbständigkeit”, dass es nicht mehr geht. Sie lachen und sie zeigen, dass es wie immer auch bei der Selbständigkeit nicht alles nur glänzt. Aber sie vertreten nach wie vor die Meinung, sich bewusst für die Selbständigkeit und nicht für das Angestelltenverhältnis entschieden zu haben. Ich habe in diesem Zug der “Begeisterung” gleich 3 Podcast Folgen von den beiden auf ein mal gehört. Ich werde es zukünftig einfach weiter machen. Und empfehlen einfach jedem, der sich für das Thema der Selbständigekit bereits interesiert. Aber zuerst musste ich aufstehen. Schließlich bin ich eine Familienmanagerin, also Mutter von zwei, die mich bis zum Moment aus dem Haus auszugehen, noch gerne brauchen…

Arztbesuch

Es ist 8:15 und ich sitze bereits geduldig in meiner Arztpraxis.
Ich bin mit riesigen Halsschmerzen aufgewacht, als ob es eine Kugel in meinem Hals über die Nacht gewachsen wäre. Da weiss ich, dass ich Hilfe brauche und dass mein Tag ein wenig anders aussehen wird, als ich mir “geplant” habe.
Nun wusste ich seit paar Tagen, dass ich heute bewusster meinen Tag dokumentieren möchte – schließlich bin ich doch offiziell eine Bloggerin und dazu gehört, am 12. Tag jedes Monats den Tag “zu fotografieren” und sich einfach im Alltag, aus anderen Perspektive, letztendlich nahbarer zu zeigen. Das Format liegt mir bereits so nah, obwohl ich erst vor einem Monat damit angefangen habe. Ich habe ja jetzt genug Zeit, im Wartebereich beim Arzt über das Bloggen und das Leben nachzudenken.

Ich warte und warte…

Viele Gedanken über Bloggen, Coaching und Gesundheit

Das Abenteuer mit dem Bloggen hat erst aber mal angefangen und ich fühle mich wie “Fisch im Wasser”. Woran liegt es?-  frage ich mich laut in meinem Kopf, nicht laut in der Praxis. Ich bin doch eine komplette Anfängerin, mit dem Schreiben. Aber mit dem Lesen nicht. Ich habe immer wieder gerne ausgerechnet Blogs gelesen und erst dann noch geschaut, ob die oder derjenige noch irgendwo in Social Media zu sehen ist. Dank Judith @sympatexter und ihren Blog Artikel über Bloggen habe ich auch schon jede Menge erfahren. Vor allem fand ich erleuchtend den Blogtext über verschiedene Blogger bzw. bloggende Menschenarten. Dabei habe ich sofort mich mit einem identifizieren können. Nämlich mit dem dynamischen Blogger. Ja, ich bin grade jetzt zu Beginn meines Bloggen-Abenteuers definitiv eine dynamische Bloggerin. Es hat mich fasziniert, dass Judith so zutreffend diese Kategorie beschrieben hat. Mit dieser Art kann ich mich jetzt zu Beginn meiner Bloggen-Geschichte identifizieren. Natürlich bin ich mir bewusster, dass ich mich eventuell zu einem anderen Typen hin-entwickeln kann. Oder ich stelle mir vor, dass ich mit einem oder anderen Artikel mehr an der Strategie oder an der Expertise üben kann….Aber jetzt zuerst bleibe ich “dynamisch” 🙂

Es ist 8:45 Uhr und ich warte immer noch auf meine Reihe, die Ärztin persönlich sprechen zu können.
Langsam werde ich unruhig, ungeduldig und unzufrieden.

Um 9:00 Uhr beginnt der erste von drei meiner Coaching-Ausbildung Tage. Diese Ausbildung habe ich am Tag des Kriegsausbruchs in der Ukraine angefangen. Das ist meine erste Ausbildung aus Polen, aus meinem Heimatland und auf meiner Muttersprache. Ich werde nie vergessen, das komische, mulmige Gefühl, als wir alle virtuell uns erst mal auf diese neue Coaching-Erfahrung gefreut haben und gleichzeitig von den Kriegsinformationen erschüttert waren.
Die Vertreter der Kingmakers Institution https://kingmakers.academy/  mit dem Coaching Angebot arbeiten aus Warschau aus. Die Entfernung von polnischer Hauptstadt bis zur ukrainischen Grenze ist ganz nicht weit.

Nun, heute ist es 12. Mai. Der Krieg hat nicht aufgehört. Das Leben geht weiter. Meine Coaching-Ausbildung soll auch weiter gehen. Außerdem geht es auch gleichzeitig um meine Rückkehr nach langen Krankheit zur regulären Arbeit im angestellten Verhältnis. In Deutschland spricht man da von einer Wiedereingliederung in das Berufsleben.
Ich sitze hier in der Arztpraxis mit einem körperlichen Schmerzen, aber ich bin nach mehr als zwei Jahren froh, die schlimmen mentalen Angelegenheiten größtenteils hinter mir zu lassen. Ich bin bereit, wieder im Unternehmen zu arbeiten. Darüber bin ich noch nicht bereit, mit jedem und überall zu sprechen. Eines Tages möchte ich aber einen Blogartikel nur diesen einem Thema zu widmen.

Es ist 9:00 Uhr. Ich habe bereits Bescheid gegeben, dass ich zu spät zu meiner virtuellen Coaching-Ausbildung komme. Nach dem Gespräch mit der Ärztin erhoffe ich mir, noch ein Wunderarztmittel in der Apotheke zu kaufen. Das wird alles noch dauern… Habe ich aber nicht vorher geschrieben, dass ich geduldig sitze und warte? Langsam werde ich echt ungeduldig.

In unserer Arztpraxis hängt in jedem Zimmer ein anderes Bild – Kunst am Morgen.

 

Es ist ja witzig, ich dachte, ich habe nur “Halsschmerzen” und habe mich gestern liebevoll um mich gekümmert, in dem ich Ingwertee getrunken habe, Honig geleckt habe, etwas gegen Reiz im Hals geschluckt habe… Aber ich habe ja eine Entzündung der Lymphknoten. Gut zu wissen. Es ändert schon ein wenig die Perspektive 🙂

In der Apotheke werde ich total lieb behandelt und sogar noch beschenkt – die Apothekerin fragt mich zum Schluss das typische, ob ich gerne eine Tüte, eine kleine Handkreme und – Achtung – eine Binenblumen-Saatmischung möchte, damit ich die Bienen auf meinen Balkon anlocken kann. Da war ich sofort von der Idee so angetan und von der Freundlichkeit des Personals.

 

Ich freue mich, die Blumen für die Bienen vorzubereiten.

Coaching

Um 10:10 Uhr stoße ich noch verspätet zum virtuellen Training, um eine Coaching-Ausbildung fortzusetzen. Dank ein paar Schmerztabletten werde ich schon versuchen, motiviert und aufmerksam dabei zu bleiben und so viel wie möglich (typisch ich) mitzunehmen. Es sind grade unsere letzten drei Tage in der virtuellen Präsenz angekommen. Ich finde es sehr faszinierend, dass ich in Süddeutschland vor dem Computer sitzen kann und mit den Menschen aus Warschau oder Polen insgesamt zusammen lernen und praktizieren kann. Ich hatte bereits bis zur Kaffeepause die erste wichtige Erkenntnis. Wir wurden gefragt, welches Kriterium aus mehreren (gesammelten) mir das wichtigste ist, um eine gute bzw. beste Coach zu werden? Bei mir war es sofort der Gedanke da, ich soll nun wirklich regulär “coachen”, also trainieren und lernen, reflektieren, Schlussfolgerungen und Erkenntnisse ziehen. Nur durch die Praxis kann ich lernen, nur mit der Regelmäßigkeit. Im Laufe dieser Übung und im Austausch mit einer Mitschülerin habe ich aber erkannt, dass es ein anderes Kriterium noch wichtiger ist, dass es noch viel wichtiger ist, zuerst mal bewusster und direkter nach dem gewünschten Zielkunden zu suchen. Erst wenn ich den fast “Ideal-Kunden” habe, kann ich mit ihm/ihr eine regelmäßige Beziehung und den wiederkehrenden “Austausch” suchen.

Die Prospekte aus Polen, von den Kingmakers sind gekommen.

 

Mein Schreibtisch fühlt sich im Laufe des Tages auf. Noch 7 Minuten, um kurz Energie zu tanken, aufzustehen vor allem.

 

Mittagspause

Mein Kopf und vor allem mein Halsbereich, also die Lymphknoten, tun sehr weh. Ich quäle mich vor dem Computer und freue mich riesig auf die Mittagspause. Heute werde ich nicht kochen. In dieser einen freien Stunden werde ich einen kurzen Spaziergang um die Häuser machen und mir was zum Essen von der Theke holen. Ich habe so ein Glück und fühle mich privilegiert, ziemlich nah vom Stadtzentrum zu wohnen, aber gleich direkt neben einem Bauernhof. Grade im Frühling ist es nur grün weit und breit zu sehen. Und ich sage ja immer, die Natur und die frische Luft ist meine beste Akkuladestelle.

Beim Einkaufen denke ich an das Gespräch mit meinen Kindern von gestern. Sie sind nämlich alleine einkaufen gegangen, weil sie Eis wollten. Nur zur Information: wir wohnen 2 Minuten von einem kleinen Supermarkt entfernt. Die beiden kamen leider mit den leeren Händen zurück, weil das Kind Nr. 2, Adam, (5 Jahre) ein Eis mit dem Friedenszeichen haben wollte. Dieses Eis gab es aber nicht. Er ist unglaublich, dass er bereits mit dem gebrochenen Deutsch mir versucht hatte zu erklären, die Form, die Farben und das Zeichen. Adam hat nämlich Schwierigkeiten zwischen den drei Sprachen, die bei uns “normal” sind. Meine Tochter Alicja wiederum, Kind Nr. 1 (8 Jahre) ist sogenanntes Vorzeige-Kind, was die Mehrsprachigkeit angeht. Sie kann exzellent, mir auf Polnisch antworten, dem Papa auf Spanisch und in der Umgebung dann auf Deutsch. Eines Tages werde ich so gerne über unsere Form der Mehrsprachigkeit bloggen bzw. schreiben.

Das Wort des Tages: das Eis mit dem Friedenszeichen.

Nachmittag

Ich sitze weiterhin am Schreibtisch. Das Wetter draußen ist herrlich. 15 Minuten sollen mir für eine kurze Kaffeepause reichen und ich sehe einfach zu, wie die Kinder, also die meinen und zwei weitere Eis mit dem Friedenszeichen genießen. Wir sind auf dem Balkon.

Ich will unbedingt noch kurz raus, in die Natur und in die frische Luft. Irgendwie bin ich jetzt fast wie süchtig danach, herauszugehen. Da fällt mir auf, der Zeppelin fliegt wieder fleißig über den Himmel und gehört somit wieder in das Bild der Bodensee Umgebung. Ach, ich bin so dankbar dafür, wo ich leben und arbeiten darf. Nämlich da, wo andere Urlaub machen.

Das Zeichen und wichtiges Element der Stadt: der Zeppelin. Es ist so normal und trotzdem jedes Mal aufregend, ihn zu sehen.

 

Ich habe von der Weise, den Farben, Blumen, Insekten nicht genug…

 

Das ist die Wiese gegenüber dem Haus, wo wir wohnen und gehört dem großen Bauernhof.

 

Sieht man mir eigentlich an, dass ich eine Entzündung der Lymphknoten habe? Nicht wirklich 🙂

 

Meine Kinder beschenken mich täglich mit Blumen, Steinen und Stöcken.

 

Der Tag war lang, der Tag war schön. Ich bin froh, wieder mitgemacht zu haben!

Schön, dass Du da bist und mein Blog liest. Vielen Dank.

Justyna