Am Samstag war der 12. November. Am 12. Tag jedes Monats bin ich gerne bewusster und achtsamer unterwegs. Das verdanke ich dem #12von12 Format und meiner tollen #Blogger Community. Dabei mache ich mehr Bilder mit dem Handy und verewige den Ablauf in einem Blogartikel.

Magst du mitkommen und kurz in meinem November-Samstag vorbeischauen?

 

 

November: nur grau und Nebel?

 

Der November ist da. Aber hey, der bekannte Nebel am Bodensee in Friedrichshafen doch nicht. Es fällt mir sehr schwer, aus dem Bett herauszukommen. Ich schaue aus dem Fenster raus. Diese Woche fing mit einem Todesfall in der Familie an. Somit ist meine Woche eine Achterbahn der Gefühle. Mein Leben geht aber doch weiter. Meine Familie und ich sind gesund und dürfen leben. Ich bin nun dankbar, dass ich die Gebäude gegenüber doch ohne Nebel sehen kann. Der arme November, der hat echt nicht leicht….

 

 

Schulkind

 

Als zweifache Mama habe ich am Samstag automatisch Kinder zu Hause und um mich herum. Meine Tochter Alicja (8) hat am kommenden Dienstag die Klassenarbeit im Deutsch. Es ist klar, ich werde mit ihr üben. Ich freue mich sehr, weil ich ihr sehr gerne helfe, die deutsche Grammatik besser zu verstehen. Sie mag genauso gut dieses Fach wie ich. Gerne spielen wir Schule bzw. LehrerInnen.

 

 

Gedicht

 

Alicja erinnert sich, dass sie auch noch ein Gedicht auswendig lernen sollte. Der Titel lautet „November“. Zufall? Es gibt doch keine Zufälle. Das Gedicht ist aber fröhlich. Sie gestikuliert und bewegt sich beim Vorsprechen. Sie gibt mir gerade so viel Kraft und Freude in dieser schwierigen Zeit. Wie findest du das Gedicht?

 

 

Kindergartenkind

 

Zwischendurch beschließen wir mit meinem Sohn Adam (6), dass wir wieder einiges aussortieren müssen. Er ist bereit, sich komplett vom Thema und Spielen mit „Paw Patrol“ zu trennen. Die lieben und immer hilfsbereiten Hündchen- Figuren und zwei riesigen Autos dazu fotografieren wir ab und stellen in e-Bay. Mit dem Geld will er sich etwas für seine neuen Vorlieben kaufen.

Dank dieses Blogartikels und den Paw Patrol Figuren habe ich einen interessanten Blog entdeckt und noch mehr über die Welt der Paw Patrol Hunden erfahren. An dem Blog arbeiten zwei Väter. Einfach klassem. Magst du bei dem Johnnyspapablog vorbeischauen? Ich halte das für ein Beispiel für die schöne Seite des Internets und des Bloggens.

 

 

Kurze Lektüre

 

Nach dem Mittagsessen dürfen die Kinder (nur) am Wochendäne mal die Tabletts und ein wenig „spielen“ oder wie sie die letzte Zeit selbst modern sagen: zocken. In der Zeit verschlinge ich nicht mal in 20 Minuten das kleine Buch von meiner Landsfrau Justyna Pogoda. Es geht um das Thema der Migration und sich in einem neuen Land zurechtzufinden. Sie wagt eine These zu stellen bzw. zu behaupten, dass viele Menschen migrieren, die unbewusst an ihrem eigenen Selbstwert arbeiten wollen. Der Titel ist nicht spektakulärer und trotzdem frage ich mich, ob ich mich als Miss Migrantin bezeichnen würde. Ich bin mir es mehr als wert, als glückliche Migrantin in Deutschland zu leben.

 

Me Time

Wir machen mit meinem Mann aus, dass ich am Samstag meine Portion “Sport” machen darf, er wiederum am nächsten Tag, also erst am Sonntag. Ich brauche dringend frische Luft, laufen, einfach mal kurz weg… Auf dem Friedhof werde ich sehr nachdenklich. Das Leben ist wirklich so vergänglich.

 

 

Natur in der Gegend

In der Natur tanke ich viel Kraft und Energie. Ich meide die engen Räume, Supermärkte, Menschenmengen, Gedrängel. Wenn ich die Natur betrachte, tief atme und mich umschaue, bin ich ruhig. Dafür, dass wir schon November haben, ist es, meiner Meinung nach, immer noch sehr grün.

 

Achtsamkeit

Auf meinem Spaziergang/Joggen-Weg Richtung Land und Felder und nicht Bodensee, laufe ich gerne an einem kleinen Bach vorbei. Heute halte ich ein paar Minuten inne. Ruhe und Stille. Mehr brauche ich grade nicht.

Weiter geht es an einer kleinen Kapelle vorbei, wo es links und rechts nur Apfelbäume wachsen. Es geht schon mal Richtung nach Hause und ich werde sogar ein wenig den Bodensee von Weiten sehen. Ich fühle mich wieder sehr privilegiert.

 

 

Alte Bekannte

Zu dem Programm gehört noch der Blick auf die Kühe und der Blick der Kühe auf mich vom Hof Schätzlesruh. Sie stehen am Rand des Weges und schauen uns Menschen immer so freundlich zu.

Tasse Kaffee

Für eine Tasse des guten kolumbianischen Kaffees meiner Freunde aus Oldenburg greife ich nach langer Zeit wieder zu der vergessenen Handkaffeemühle vom Herrn Grzegorz aus Polen. Ist sie nicht wunderschön? In meiner Lieblingsfarbe grün 🙂 Und es geht weiter mit dem Haushalt. Real Life halt.

 

 

Abendessen

Zusammen mit unserer guten Familien-Freundin Ana kochen wir die Linsen-Auberginen-Lasagne. Ana möchte schauen, wie ich mich mit dem Küchenhilfe-Gerät, dem bekannten Thermomix, zurechtkomme. Wir feiern ein wenig den Geburtstag meines Mannes, weil unter der Woche nicht viel Zeit dafür war. Es fühlt sich alles so gut und leicht an. Wir sitzen, essen, reden und trinken die ganze Flasche des spanischen Apfelweins aus…

 

 

 

 

Das war ein guter Tag. Danke fürs Vorbeischauen. Noch mehr „12 von 12“ kannst Du bei Caro von DRAUSSEN NUR KÄNNCHEN finden.

Kannst du dich noch erinnern, wie dein 12. Tag des Monats November, also der Samstag so war?

 

Danke, dass Du da bist und meinen Blog liest.

Deine Justyna