Integration in Deutschland: persönliche Anleitung

Integration in Deutschland: persönliche Anleitung

Heute möchte ich meine persönliche Anleitung schreiben, wie Dir als internationale, ausländische/r Frau oder Mann, Fachkraft oder Führungskraft in Deutschland am besten die Integration in Deutschland gelingen kann. Es ist die Erste Hilfe für Dich für die ausreichende Integration in einem noch für Dich fremden Land, in dem Fall, in Deutschland. Natürlich kommt es darauf an, in welcher Situation Du Dich momentan befindest, aber sicherlich findest Du aus den Informationen einiges wertvolles für Dich.

Du brauchst vor allem die drei wichtigsten Themen bzw. Punkte für die gelungene Integration in Deutschland zu beachten und diese bewusst zu pflegen.

1. Deutsch und Business Deutsch

 

Deutsch und Business Deutsch für Integration notwendig

Deutsch und Business Deutsch für Integration in Deutschland notwendig

 

Ich habe sehr viele Fragen im Kopf, die ich von vielen neu angekommen internationalen Fach- und Führungskräften sowie Migrantinnen in Bezug auf die deutschen Sprachkenntnisse höre.

Welche Deutschkenntnisse brauche ich zur guten Integration? Für die Arbeit und für das private Leben?

Wie lerne ich schnell und effektiv Deutsch als Single, Fachkraft oder Führungskraft und mit Arbeit? Single , noch arbeitslos?

Wo lerne ich am besten, schnellsten und effektivsten Deutsch als Mutter?

Wo finde ich die Arbeit?

Es ist wichtig, Deutsch zu sprechen, Deutsch im Alltag anzuwenden, Deutsch in verschiedenen Situationen und mit verschiedenen Menschen zu nutzen, die Unterschiede im Umgang mit Deutsch zu merken. Weiterhin kannst Du Dir schon Gedanken machen, welche Deutschkenntnisse Du für Deine Arbeit brauchst? Hast Du ausreichend Business Deutsch schon gelernt? Es ist nie zu früh, auch Wirtschaftssprache bzw. Berufsdeutsch zu lernen und diese zu verstehen.

Du kannst auch auf meinem Instagram Profil immer wieder ein Post zu Business Deutsch mit Humor finden, in dem ich mich sehr an das Buch von Jens Bergmann orientiere. Da schildere ich Managerdeutsch und was die deutschen Manager und Führungskräfte sehr gerne sprachlich anwenden und für Wörter benutzen.

Was ich Dir sonst empfehlen kann, ist:

  • Höre die Podcasts über Deine Themen, Interessen, Hobbys
  • Schaue Dir gute Fernsehsendungen an
  • Lese und informiere Dich über die für Dich interessanten Themen bereits auf Deutsch in den Blogs
  • Treffe Dich zu einem Kaffee Tandem Austausch – du kannst eine halbe Stunde mit PartnerIn nur Deutsch sprechen, eine weitere halbe Stunde sprecht in dann auf Deine Muttersprache
  • Betreibe überall, wo Du bist ein kurzes Small Talk – selbst auf dem Spielplatz kannst Du mit anderen Müttern und Vätern ein wenig Deutsch trainieren

 

2. Eigeninitiative

 

Die Integration funktioniert nur mit Deiner Eigeninitiative.

 

Ich werde mich ständig wiederholen, aber ich schreibe hier gerne noch ein mal. Wie für alles im Leben, auch für die Integration in Deutschland brauchst Du Initiative zu zeigen. Es passiert nichts ohne Deine Eigeninitiative. Hier ist wirklich Dein konkretes Handeln gefragt.

Denke an Deine private Zeit in Deinem Heimatland? Was hat Dir besonders Spaß gemacht? Jeder Mensch mag von ganzem Herzen etwas gerne in seiner Freizeit machen, egal ob er oder sie in dem fremden oder eigenen Land ist. Es gibt für alles immer Alternativen. Beteilige Dich ganz einfach am “Leben” – was meine ich damit?

Denke nicht an die Probleme, Schwierigkeiten oder Hürden, sondern probiere optimistisch eine Lösung zu finden? Du hast Fitnessstudio in Deinem Heimatland geliebt und in Deutschland kannst Du Dir zuerst nicht leisten? Das ist in Ordnung. Wo kannst Du sonst “umsonst” Sport machen und Dich sogar dabei integrieren? Du kannst selbst die Initiative ergreifen und vorschlagen, ob jemand mit Dir die Sportart betreiben kann. Du kannst Dich einer Sportgruppe anschließen.

Im Sommer habe ich einen top Tipp: organisiere am besten eine Grillparty mit Deinen Nachbarn. Essen, Spaß haben und reden sind die besten Kriterien zur Integration. Offen zuhören. Neugierige Fragen stellen. Da sein. Sich zeigen. Mehr musst Du nichts bei dem Grillen machen. Du selbst sein, mit Deiner internationalen Geschichte bist Du genug interessant.

 

3. Mentorensuche

Ein/e MentorIn unterstützt den Integrationsprozess in Deutschland sehr.

 

Du musst nicht alleine alles für die optimale Integration in Deutschland machen. Es ist gut, sich Hilfe zu holen. Ich bin ein absoluter Fan von Mentoring und empfehle immer, sich relativ schnell eine Mentoring-Unterstützung zu organisieren. Es kann eine selbst organisierte Beziehung sein oder Du kannst Hilfe von organisierten Stellen in Deutschland in Anspruch nehmen. Lies dazu meinen Artikel mit meinen 3 Tipps, wie Du als ausländische ambitionierte Akademikerin oder Person mit dem Migrationsvordergrund in Deutschland, eine Mentorin oder einen zu Dir passenden Mentor tatsächlich finden kannst.

 

Schön, dass Du da bist und mein Blog liest. Vielen Dank.

Justyna

 

7 Gründe, warum ich Business Mentoring für Migrantinnen liebe

7 Gründe, warum ich Business Mentoring für Migrantinnen liebe

Seitdem ich denken kann, liebe ich Menschen bei der Weiterentwicklung mit meinem Wissen und meiner Erfahrung zu unterstützen. Wenn ich insbesondere Frauen mit dem Migrationshintergrund in Deutschland auf dem Weg zur Integration “im Leben” sowie auf dem Arbeitsmarkt begleiten kann, fühle ich mich dabei erfüllt und gebraucht. Als Business Mentorin für Migrantinnen bringe ich selbst die Migrationserfahrung mit, bezeichne mich als eine internationale, ambitionierte Akademikerin mit dem Migrationsvordergrund. Deswegen identifiziere ich mich stark mit allen interessanten, gut qualifizierten, ausgebildeten, ausländischen Frauen, Migrantinnen und Mütter in Deutschland. Deswegen bin ich absoluter Fan von Mentoring.

 

7 Gründe, warum ich Business Mentoring für Migrantinnen liebe

 

Heute teile ich mit Dir, warum ich es liebe, Business Mentorin für Migrantinnen zu sein.

 

1. Ich kann mich optimal in eine Migrantin und ihre Situation in Deutschland hineinversetzen

 

Ich bin sehr empathisch und emotional. Aus diesem Grund kann ich mich ideal in die Situation einer Migrantin, einer Frau mit der Zuwanderungsgeschichte hineinversetzen. Eigentlich ziehe ich in jedem Gespräch mit einer Migrantin den Vergleich zu mir selbst oder zu einer anderen Frau mit den ausländischen Wurzeln. Letztendlich solidarisiere ich automatisch mich mit den ausländischen, internationalen, zugewanderten Frauen, Müttern, Akademikerinnen und drücke allen fest die Daumen, dass es ihnen Deutschland privat sowie beruflich einfach gut gehen sollte. Was jede Migrantin getan hat, um nach Deutschland zu kommen, welche Hindernisse sie bewältigen musste, welche Bedenken, Ängsten, Hoffnungen, Erwartungen, Träumen mit sich trägt  – das ruft in mir einen tiefsten Respekt und die größte Bewunderung wach. Jede zugewanderte Frau, inklusive ich, sei eine einzigartige Kämpferin.

 

So sieht eine integrierte Fachkraft in Deutschland aus. Das bin ich.

So sieht eine integrierte Fachkraft in Deutschland aus. Das bin ich.

 

2. Ich mag der zugewanderten Frau “helfen”

 

Es klingt banal. Es ist aber einfach so. Ich kann im weiten Sinne des Wortes einer zugewanderten Person helfen. Als Business und Berufsmentorin kann ich primär zur Integration im Leben und auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland beitragen. Als Business Mentorin habe ich selbst bereits einige Jahre Berufserfahrung in Deutschland sammeln können. Daher liebe ich es so sehr, meine persönliche Erfahrung weiterzugeben und alle relevanten Informationen über die Integration, den Arbeitsmarkt, den Job, die Bewerbung, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu teilen. Gleichzeitig bin ich selbst jedes Mal in der Reflexion und fühle mich dankbar, was ich bisher selbst in Deutschland erreicht und erlebt habe.

 

3.  Ich bin ein Teil der Weiterentwicklung der Mentee

 

Mein Motto ist lebenslanges Lernen für alle Menschen. Es ist aber bekannt, dass grade Frauen nicht überall mal Recht auf Bildung haben und insgesamt mehr benachteiligt sind. Beim Business Mentoring für Deutschland geht es mir nicht um die klassische Bildung. Ich denke da mehr an Wissen fürs Leben und Arbeiten. Dabei habe ich da eine ideale Vorstellung, dass sich jede Migrantin in Deutschland ein erfülltes privates und berufliches Leben aufbauen kann. Für mich gibt es nicht Schöneres als bei der Weiterentwicklung und des persönlichen Wachsens einer Person zuzusehen. Als Personalentwicklerin würde ich sagen, es ist nichts Schöneres eine Migrantin in ihrem Prozess, also auf ihrem Weg zur Erfüllung ihrer privaten und beruflichen Ziele zu begleiten. Wenn ich beobachte, wie eine internationale Frau im Laufe der Zeit sich in Deutschland entwickelt, ihren Horizont erweitert, lernt und wächst, bin ich sehr motiviert. Sobald ich das Vertrauen einer internationalen Frau gewinne, steigt meine Motivation und mein Glaube an meine Mission zum Maximum.

 

4. Ich tauche in die Geschichte der Migrantin ein

 

Jeder Lebenslauf ist anders und für mich hoch spannend. Ich liebe es, von den neuen weiblichen Lebensgeschichte zu hören, in diese einzutauchen, von ihnen zu lernen und diese mit meiner Geschichte zu vergleichen. Meiner Meinung nach liefern Frauen sehr interessanten Porträts, Biografien und Berichte. Für mich ist die Geschichte jeder Frau auf dieser Welt ungewöhnlich. Sosehr ich mich für berühmte, starke, mutige Frauen begeistern kann, begeistere ich mich genauso für die “gewöhnlichen” Frauen, die ich in meinem Alltag und in meiner Mentoringpraxis treffe. Weiterhin habe ich Respekt vor jeder Frau, die aus dem Ausland, aus ihrem Heimatland nach Deutschland kommt. Die Gründe sind unterschiedlich, die sind auch interessant. Aber die Entscheidung, der Mut und der Zeitpunkt sowie ihre Ziele stehen für mich im Mittelpunkt und geben mir viel Energie und Motivation. Ein Teil ihres Lebens, ihrer Geschichte, ihrer Zeit in Deutschland zu sein, ist für mich eine Ehre. Ich kann nur von unseren Gemeinsamkeiten und Unterschiedlichkeiten profitieren. Für mich ist die reale Lebensgeschichte einer Migrantin wie ein guter Dokumentarfilm. Bei diesem Film bekomme ich Übermengen an Spannung und Inspiration.

 

5. Ich kann etwas von andern Fremdsprachen, fremden Kulturen erfahren

 

Ich spreche täglich zwischen zwei oder drei Sprachen. Polnisch ist meine Mutter- und Herzenssprache. Deutsch ist meine zweite Herzens- und Arbeitssprache. Englisch ist meine reine Arbeitssprache. Spanisch ist unsere Familiensprache. Du merkst, das Thema der Fremdsprachen ist bei mir sehr präsent und lebendig. Ich reflektiere viel über die Sprache als Form des Ausdrucks und der Identität, die mit der Sprache zusammen hängt. Mit anderen Worten bringe ich eine große Leidenschaft und Offenheit sowie Interesse für (Fremd) Sprachen mit. Das Thema hängt natürlich mit dem Thema Reisen zusammen. Wenn ich ins neue Land reise, möchte ich zumindest ein paar Worte beherrschen und dadurch mein Interesse und mein Respekt den Menschen dieser Kultur demonstrieren.

Da habe ich Glück und die beste Gelegenheit in Deutschland, Frauen, Mütter, Akademikerinnen und Migrantinnen aus unterschiedlichen Ländern kennenzulernen. Jede spricht mindestens auch eine oder zwei andere Sprachen und ist durch eine mir meisten fremde Kultur geprägt. Natürlich genieße ich sehr, eine polnische, spanische oder lateinamerikanische Frau zu begleiten, zu beraten oder zu coachen. Aber umso mehr freue ich mich auf die Begegnung mit allen anderen. Da ist meine Neugier, Sehnsucht und Fernweh inbegriffen.

 

6. Ich kann die Personal- und Persönlichkeitsentwicklung mit dem Business Deutsch kombinieren

 

Als Scanner Persönlichkeit kann ich durch das Business Mentoring für Migrantinnen mehrere meine Leidenschaften ausleben. Die Kombination zwischen der Personal- und Persönlichkeitsentwicklung und dem Business-Deutsch ist das erste Beispiel. Mentoring ist ein Instrument für die Personal- sowie Persönlichkeitsentwicklung. Also nutze ich es und arbeite mithilfe dieser Methode. Sowohl für mich als auch für die Migrantinnen gilt Deutsch als Fremdsprache. Das Beherrschen der Deutsch-Kenntnisse ist für mich ein Minimum. Aber, sowohl ich als auch viele Migrantinnen, bringe ich viel Ehrgeiz, Ambition und Bewusstsein mit. Es reicht uns nicht nur die deutsche Sprache aus, sondern gleich die Wirtschaftssprache, also Business Deutsch zu beherrschen. Mittlerweile kann ich über Business Deutsch sogar hervorragend lachen – ich bringe da die gesunde Distanz dieser Sprachvariante gegenüber. Dabei vermittle ich den Migrantinnen das Gefühl der Hoffnung, sie können genauso wie ich, einwandfrei Deutsch allgemein und Business Deutsch sprechen und verstehen.

 

7. Ich empfinde einen großen Sinn und die Sinnhaftigkeit im Business Mentoring

 

Das essenzielle Kriterium im Leben grundsätzlich, also im privaten sowie im beruflichen, ist für mich das Gefühl der Sinnhaftigkeit. Ich muss einfach wissen und fühlen, warum ich etwas mache und das kann ich bestens vertreten. Für mich hat es einen enormen Sinn, eine Business-Mentorin für Migrantinnen zu sein. Daher freue ich mich schon auf die kommenden Monate und Jahre sowie die allen neuen Begegnungen mit Migrantinnen in Deutschland.

3 Tipps für Mentorensuche für Migrantinnen in Deutschland.

3 Tipps für Mentorensuche für Migrantinnen in Deutschland.

In dem vorherigen Post habe ich zusammengeschrieben, was Mentoring eigentlich ist und was eine Mentee und eine/n MentorIn für eine gelungene Mentoring-Beziehung kennzeichnet. Heute möchte ich unbedingt mit Dir teilen, meine besten und sehr konkreten Tipps, wie Du als ausländische ambitionierte Akademikerin oder Person mit dem Migrationsvordergrund in Deutschland, Dir eine Mentorin oder einen zu Dir passenden Mentor tatsächlich finden kannst. Ich bin nämlich stark davon überzeugt, dass jeder Mensch eine/n MentorIn brauchen und finden kann. Die ausländischen oder internationalen Frauen in Deutschland, die sich ein erfülltes Privat- und Berufsleben aufbauen wollen, können und sollten dies genauso tun.

 

Wo ein Wille ist, ist auch ein Weg.

Meine 3 Tipps für eine erfolgreiche Mentorensuche in Deutschland. Aus Sicht einer Migrantin. Frau mit dem Migrationsvordergrund.

 

 

Die Mentorensuche ist zwar nicht leicht, aber auch nicht unmöglich. Ich habe ein paar Tipps, wie Du einen Mentor und eine Mentorin in Deutschland finden kannst.

 

 

Analysiere und beobachte neugierig Dein Umfeld.

 

Es klingt fast zu banal, einfach, kinderleicht. Es ist aber nicht wirklich. Bewusstes Beobachten und Analysieren und daraus etwas zu lernen ist jedem mit der Migrationsgeschichte in Deutschland zu empfehlen. Alles in dem noch fremden Land Deutschland ist für Dich neu und oft unterschiedlich oder anders als im Heimatland. Dein Umfeld sieht völlig anders aus. Ich denke, wo sind die Orte, Plätze, Institutionen, wo Du Deine Zeit in Deutschland zuerst mal verbringst. Da fallen mir ein: Schule, Sprachschule, Universität, Bibliothek, Ausbildungsort, Arbeit, Familientreffs, Kirche, Verein, Sportstätte usw.

Stell Dir während des Aufenthalts an diesen Orten die folgenden Fragen:

  • Ist da jemand aus und in diesem Umfeld, dem Du Dich anvertrauen könntest?
  • Mit wem sprichst Du gerne?
  • Wen findest Du da schon sympathisch?
  • Wer sind alle diese ersten AnsprechpartnerInnen für Dich?
  • Welche sind Deine bisherige gewonnen neuen Kontakte, die gut bis sehr gut Deutsch sprechen und sich sehr zurecht in Deutschland finden?
  • Wer hat mit Dir trotz allen Barrieren versucht zu reden?

Vielleicht hast Du Glück und es gibt bereits ein paar Personen, die Du von Anfang an in Deinem Umfeld “im Auge hast” und mit diesen sofort gute Gespräche führen konntest. Es gibt auch diese Momente mit manchen Menschen, wo Du auch ohne viele Worte intuitiv weißt, sie wollen Dir helfen und sind genauso neugierig, wer Du bist und woher Du kommst.

 

 

Bleib offen und proaktiv.

 

Es passiert nichts ohne Deine Eigeninitiative. Hier ist wirklich Dein konkretes Handeln gefragt.

Weißt Du, was ich damit meine?

  • Aktives Zugehen auf Deine Mitmenschen, Gesprächspartner, neue Freunde, Nachbarn, KollegInnen während der Kaffee- oder Mittagspause – Du solltest Dich einfach trauen, die Menschen anzusprechen und von der Mentoring-Idee zu erzählen.
  • Aktives Fragen – direkt im Gespräch oder über Dein Handy, stelle eine Frage über WhatsApp Status oder im Facebook auf Deinem Profil . Du solltest Dich auch trauen, direkt Deine Mitmenschen nach den möglichen MentorInnen, freiwilligen, offenen, neugierigen und hilfsbereiten Menschen fragen. Diese gibt es in Deutschland sehr, sehr viele. Aber glaub mir, Du solltest schon offen und direkt danach fragen, weil niemand Deine Gedanken und Wünschen erraten kann!
  • Direkter Kontakt per E-Mail oder besser noch ein direkter Anruf Recherchieren – Wenn Du an eine bestimmte Person schon denkst oder einen guten Kontakt in einer Institution oder in einer Sprachschule etc. hast, schreibe ihr am besten eine schöne, persönliche Nachricht mit Deinem Anliegen. Teile ihr mit, Du hast von mir, einer Arbeitsmentorin in Deutschland gehört bzw. gelesen, dass das Mentoring für Dich sehr hilfreich und förderlich sein sollte und Du Dir die Mentoring-Beziehung mit der Person XY bereits vorstellen könntest. Eventuell kannst Du nach den Empfehlungen fragen, ob sie Dir eine Person nennen könnten und Du diese dann kontaktieren würdest.

 

Vielleicht hast Du Glück und es gibt einen geeigneten Kandidaten in Deinem Bekanntenkreis oder dem Bekanntenkreis Deiner Mitmenschen, der die Kompetenz aufweist, Dein volles Vertrauen genießt und auch bereit ist, sich in das Abenteuer Mentoring zu stürzen. Wenn Du auf diesem Weg nach der Mentoring-Beziehung fragst und diese zustande kommen sollte, ist das eine Art von informellem Mentoring.

 

 

Melde Dich beim institutionalisierten bzw. organisierten Mentoring Programm an.

 

Es gibt noch einen formalen Weg, auf dem Du ein Mentoring Programm finden kannst. Ich sage es ja immer, dass es in Deutschland für jede Angelegenheit eine Anlaufstelle gibt.

Eine Anlaufstelle bedeutet eine Institution, Organisation oder Person, an die man sich bei Bedarf wenden kann, wenn man Hilfe oder Unterstützung braucht

Es gibt einfach sogenannten Mentorenprogramme, die von Unternehmen, Hochschulen, Stiftungen, Vereinen, sozialen Einrichtungen, Städten und Kommunen angeboten werden. Dies sollte nicht mit Kosten verbunden sein.

Was ich konkret machen würde, wäre es zuerst aktives Recherchieren im Internet. Konkreter würde ich:

  • In die Suchmaschine, zum Beispiel Google, die Stichwörter eingeben: Mentoring Universität + Name der Stadt oder des Ortes, wo Du Dich befindest
  • In die Suchmaschine, zum Beispiel Google, die Stichwörter eingeben: Frau und Beruf Mentoring + Name der Stadt, des Bundeslandes oder des Ortes, wo Du Dich befindest
  • Bei der Arbeitsagentur, im Rathaus, beim Ausländeramt, im Verein aus Deinem Heimatland nach dem organisierten Mentoring Programm fragen.

 

Rückblick und Ausblick

 

Ich kann Dir gerne meine persönliche Perspektive zum Mentoring in Deutschland kurz schildern. Diese Perspektive, also meine persönliche Wahrnehmung, ist seit mehr als 20 Jahre in Deutschland dieselbe und lautet:

Viele Menschen in Deutschland waren und sind immer noch ganz von sich aus sehr interessiert, ihr Wissen mit anderen einfach zu teilen und für Fragen zur Verfügung zu stellen. 

Daher kann ich Dich mehr als versichern, wenn Du Dich offen, neugierig, proaktiv und zielorientiert zeigst, wirst Du früher oder später an einer oder anderen Stelle eine/n zu Dir passenden MentorIn in Deutschland finden. Es ist nur die Frage der Zeit und Deiner Haltung.

Viele deutsche und internationale, offene und genauso ambitionierte Menschen und vor allem ähnlich denkende und fühlende Mütter in Deutschland bewundern grade meine Proaktivität gepaart mit meiner kindlichen Neugier und dem riesigen Mut. Ich bin immer noch selbst als eine internationale, ambitionierte und ausgebildete Arbeitsmentorin genauso sehr gerne in der Mentee Rolle unterwegs. Ich habe ja gesagt, ich stehe vollkommen hinter dem lebenslangen Lernen.

Ich wünsche mir, dass Du erfolgreich eine/n Mentorin in Deutschland suchst und findest. Natürlich würde ich mich sehr freuen zu erfahren, ob Du andere Tipps bei der Suche hättest. Teile diese gerne in den Kommentaren.

Schön, dass Du da bist und mein Blog liest. Vielen Dank.

Justyna

 

Was bedeutet Mentoring für Migrantinnen in Deutschland?

Was bedeutet Mentoring für Migrantinnen in Deutschland?

Wenn Du ausländischer Herkunft bist oder einen Migrationshintergrund hast und in Deutschland etwas „mehr“ erreichen möchtest bzw. ein erfülltes privates und berufliches Leben führen willst, empfehle ich Dir, eine Mentoring-Beziehung einzugehen. Ich bin überzeugt, dass das Mentoring für alle Menschen sehr hilfreich sein kann. Für ausländische und ambitionierte AkademikerInnen, für Frauen mit der Zuwanderungsgeschichte in Deutschland, also für Frauen und Männer mit dem sogenannten Migrationshintergrund und mit dem Migrationsvordergrund, grade am Anfang ihres in Deutschland Ankommens, ihrer Integration oder direkt ihrer „Karriere“, kann dieses Instrument oder diese Methode nur von Vorteil sein.

Mentoring und Ich

 

Als ich mit meinen 19 Jahren als Au-pair-Mädchen nach Deutschland kam, kannte ich nicht mal den Begriff Mentoring. Ich wusste aber, dass ich im Gespräch und im Austausch mit anderen bereits mehr erfahrenen Menschen am meisten lernen kann. Einige von ihnen wurden zu meinen informellen MentorInnen. Das Wichtigste für mein privates und berufliches Wohlgefühl in Deutschland habe ich auch beim Beobachten anderer internationalen, ambitionierten zugewanderten Menschen mitgenommen. Somit war ich in der Mentee Rolle lernend unterwegs. Heute würde ich aber in meiner oder schlichtweg in einer Fachsprache sagen, dass das Mentoring eines der hauptsächlichen Personal- bzw. Persönlichkeitsentwicklungsinstrumente ist. Ich bin, noch vor der leidenschaftlichen Mentorin, eine genauso leidenschaftliche Personal- und Persönlichkeitsentwicklerin in Deutschland, geworden. Daher bin ich von allen Methoden, Instrumenten und Möglichkeiten fasziniert, die uns Menschen zur persönlichen Weiterentwicklung, Wissenserweiterung und zum persönlichen „Wachstum“ näher bringen.

 

Was ist überhaupt Mentoring?

 

Das Mentoring ist ein Erfahrungsaustausch, indem die Mentee mit einer/einem MentorIn ihre nicht nur beruflichen Themenfelder besprechen kann. Anders gesagt, zwei unterschiedliche Menschen, eine Mentee trifft sich “ganz einfach” mit einer erfahrenen Mentorin oder einem erfahrenen Mentor zusammen. Man trifft sich zum Kaffee, zum Spazieren oder heutzutage online in einer Videokonferenz. Das Mentoring ist sonst noch:

  • eine gleichberechtigte Partnerschaft, in der man voneinander lernt
  • ist ein offener und ehrlicher Dialog in einem Vertrauensumfeld
  • entsteht, indem das Vertrauen von einem zu dem anderen Treffen aufgebaut wird
  • wächst, indem die Ziele, Rollen, Erwartungen und der Zeitrahmen festgelegt werden
  • heißt, Fähigkeiten und Netzwerke auszubauen
  • legt den gemeinsamen Fokus auf die Entwicklung der Mentee
  • bedeutet, Unterschiede zu schätzen und zu respektieren
  • sagt Ja zu lebenslangen Lernen
  • impliziert keinen Karriereschritt – bedeutet letztendlich – die Mentee kann nicht davon ausgehen, dass der Mentor oder die Mentorin ihr einen Job oder eine Arbeitsstelle vermittelt

 

Die 5 Kennzeichen einer erfolgreichen Mentoring-Beziehung.

 

Was soll ein/e MentorIn und eine Mentee unbedingt mitbringen?

MentorInnen bringen mit: Mentees bringen mit:
1. Zuhören, Beobachten, Spiegeln & Fragen5. 1. Interesse an Neuland & Engagement
2. Unterstützung bei Zieldefinition 2. Übernahme von Verantwortung
3. Erfahrungsweitergabe 3. Zieldefinition inhaltlicher, persönlicher Weiterentwicklung
4. Einschätzung von Erfolgen & Herausforderungen 4. Fortschritt Monitoring & entsprechende Anpassung
5. Ermutigen zum Umsetzungsplan 5. Umsetzungsmaßnahmen

 

Fazit

 

Deine Haltung als Mentee dem Thema Mentoring, Deiner Mentorin oder Deinem Mentor gegenüber, ist meiner Meinung nach der Schlüssel zu einer erfolgreichen Zusammenarbeit. Sicherlich ist es hilfreich, wenn zudem die ’Chemie’ stimmt.  Ich bin überzeugt, wenn Du eine wertschätzende Haltung zu dem Mentoring und zu dem Treffen mit Deiner Mentorin oder Deinem Mentor mitbringst, ist der Boden für ein interessanten und bereichernden Austausch bereitet. Sei Dir jedoch bewusst – sich auf eine komplett neue Beziehung voll einzulassen, mag am Anfang Zeit benötigen. Auch da, wo nicht sofort direkte Sympathien verspürt werden sollten, wird der eine oder die anderen überraschende Erfahrungen machen, was das letztendliche Ergebnis anbetrifft. Private und berufliche Erfüllung geht nicht davon aus, dass Du Dich mit jedem verstehen solltest und zusammen arbeiten müsst. Ein erfülltes Leben heißt für mich, dass man ergänzende zwischenmenschliche Unterschiede für sich nutzt. Das festzustellen, bedarf manchmal einer kleinen Reise.

 

Schön, dass Du da bist und mein Blog liest. Vielen Dank.

Justyna