Mein Manifest der beruflich integrierten Migrantin in Deutschland

Mein Manifest der beruflich integrierten Migrantin in Deutschland

Ich behaupte, die Mehrheit der Menschen mit dem Migrationshintergrund oder besser mit dem Migrationsvordergrund emigriert nach Deutschland vor allem aus den beruflichen bzw. finanziellen Gründen. In meiner Rolle als internationale Beraterin zu Themen wie Arbeit, Job, Integration zeige ich vor allem den internationalen Frauen, Migrantinnen, Zuwanderinnen, dass sie ihre Zeit und ihren Aufenthalt in Deutschland für berufliche Ziele bestmöglich nutzen können.

Was zeichnet beruflich integrierte Migrantin:innen aus? Wie sehe ich meine Kund:innen? Und welche Überzeugungen habe ich in meiner Arbeit als international ausgerichtete Arbeits-, Karriere oder Job Beraterin?

Was verstehe ich unter dem Begriff “beruflich integrierte Migrantin”?“

Meine Definition lautet:

(beruflich) integrierte Migrantin

Substantiv, weiblich

Unfassbar ehrgeizige und lernwillige Person, die ihre (geplante) Migration in Deustchland bewusst und mutig in die Hände nimmt, verantowrtlich und strategisch ihren Aufenthalt in dem für sie neuen Land gestaltet und mit ihrem Potenzial und dem Wissen und der Erfahrung aus ihrem Heimatland einen Mehrwert in Deutschland liefert. Sie definiert sich dabei selbst als integrierte und erfolgreiche Migrantin – und auch als solche wahrgenommen wird.

Initiative steht ganz vorne

 

Bist du bereits eine integrierte, mutige und erfolgreiche Migrantin, Zuwanderern oder internationale Frau in Deutschland  – oder überlegst du dir nach Deutschland zum Leben und Arbeiten zu kommen? Dann lies in meinem Migration-Manifest, wie du dieses Ziel erreichen kannst.
  1. Internationale, mutige Frauen sehen ihre Migration als festen Bestandteil ihrer Persönlichkeit.
  2. Sie sehen in ihrer Migration ein persönliches Wachstum und eine unglaublich bereichernde Weiterentwicklung.
  3. Sie stellen ihren Aufenthalt in Deutschland niemals in Frage.
  4. Sie entscheiden sich bewusst, ihre Herkunft, Muttersprache, ihr Wissen aus dem Heimatland in Deutschland als Stärke einzusetzen.
  5. Erfolgreiche Migrant:innen kennen ihre Potenziale und setzen diese auf ihre Art und Weise und in ihrem Tempo auch bewusst in Deutschland ein.
  6. Sie haben eine (un)klare Vorstellung davon, wie sie konkret mit ihrem Potenzial in Deutschland leben möchten. Ihr Ziel ist ein erfolgreiches (berufliches) Leben in Deutschland zu haben
  7. Erfolgreiche Migrant:innen wollen MIT und VON ihrer Migrationsgeschichte leben.
  8. Sie übernehmen die Verantwortung für ihre Zeit und ihren Erfolg in Deutschland.
  9. Und sie konzentrieren sich darauf, in ihrem Migration-Aufenthalt MEHR-Wert zu schaffen.
  10. Migrant:innen integrieren sich im Leben und Arbeiten selbst und ständig.
  11. Sie entwickeln neue Denkweisen, erweitern weiter den eigenen Horizont, legen Stereotype und Glaubenssätze ab
  12. Erfolgreiche Migrant:innen wissen, dass sie in allen neuen Lebens- und Arbeitsbereichen in Deutschland vor allem proaktiv sein müssen.
  13. Sie sehen ihren Erfolg in Deutschland als lebenslanges Prozess.
  14. Sie ersetzen den Begriff des Scheiterns radikal durch den Begriff des Lernens.

 

Wie würde es sich anfühlen, eine erfolgreiche und beruflich integrierte Migrantin zu sein?

Du möchtest darüber sprechen, wie dein (beruflicher) Weg als ehrgeizige und lernwillige Migrantin, Zuwandererin oder Ausländerin aussehen kann und was deine nächsten “proaktiven” Schritte sind? Fühlst Du Dich (beruflich) erfolgreich integriert oder möchtest Du Dein Potenzial in Deutschland besser oder anders einsetzen?

Dann lass uns bitte unverbindlich sprechen. Buche hier dein kostenloses Kennen-Lernen Gespräch.

 

 

Was bedeutet für Dich beruflich integriert zu sein?

 

Danke, dass Du da bist und meinen Blog liest.

 

Deine Justyna

Meine Fragen an internationale Frauen in Deutschland

Meine Fragen an internationale Frauen in Deutschland

In diesem Blogartikel schreibe ich über die wichtigsten Fragen, die ich vor der Zusammenarbeit, Dir meine liebe potenzielle internationale Kundin stellen möchte.

Mein Wunsch ist anderen Menschen, vor allem den internationalen Frauen in Deutschland bei der beruflichen Integration zu unterstützen. Mein gewonnenes Wissen und meine bisherige Erfahrung aus Deutschland, aus meiner ausländischen Perspektive weiter zu teilen. Dabei habe ich eine Klarheit, wem ich mein Wissen und meine Erfahrung auf dem Weg geben möchte. Es ist für mich sehr wichtig, dass meine internationale, ehrgeizige und lernwillige Kundin und ich ein gutes eingespieltes Team sind. Deswegen wäre es ideal, wenn sie, für die gelungene Zusammenarbeit, die nächsten 5 Fragen grösstenteils positiv beantworten könnte.

1. Hast Du einen Migrationshintergrund und ausländische Wurzeln?

Wir beide passen gut miteinander, wenn Du:

  • nicht unbedingt in Deutschland geboren bist
  • Dich POSITIV als eine AusländerIn nennst
  • Deine Kindheit nicht in Deutschland verbracht hast
  • in einem anderen Land als Deutschland studiert und gearbeitet hast
  • aus einer anderen Kultur kommst und dadurch auch ein wenig anders denkst und fühlst
  • einfach einen ausländischen Namen hast
  • Dich als anders aufgrund Deiner Herkunft empfindest
  • anders als die meisten Mitmenschen in Deutschland aussiehst

Lautet Deine Antwort auf diese Frage “JA” – dann super – dann näheren wir uns einer möglichen Zusammenarbeit.Ich identifiziere mich sehr stark mit internationalen, ausländischen, zugewanderten Menschen, vor allem Frauen und Müttern in Deutschland. Weil ich selbst seit 20 Jahren in Deutschland lebe und arbeite, kann ich jede Person mit dem sogenannten Migrationshintergrund SEHR GUT verstehen!

2. Ist Deutsch nicht Deine einzige Sprache?

Ich bin mir sicher, dass wir gut zusammenpassen, wenn Du:

  • Deutsch mit Akzent sprichst
  • immer wieder kleine Fehler in der deutschen Sprache machst
  • eine/n deutschen PartnerIn hast und mit ihm lieber endlich auch Deutsch sprechen möchtest
  • Dein Deutsch immer weiter verbessern möchtest
  • an den anderen Sprachen, Kulturen, Menschen aus anderen Kulturkreisen interessiert und offen bist
  • weißt, dass auch für die Arbeit gute Deutsch sowie Business Deutsch-Kenntnisse wichtig sind
  • Dir klar ist, dass eine Sprache wichtig, aber nicht alles im Leben ist!

Wie oft hast Du ja geantwortet?

3. Bist Du eine motivierte, ehrgeizige und zielstrebige Macherin?

Weißt Du, dass Du Dein Leben in Deutschland SELBST gestalten möchtest? Du hast viel Motivation, Energie und Ehrgeiz? Du wartest nicht, dass die Dinge sich irgendwie ergeben, Du irgendeinen Job ohnehin findest, sondern selbst Dein neues Leben in Deutschland in Hand nimmst. Du bist trotz der Schwierigkeiten, Hindernisse, Sprachprobleme und Verständigungsschwierigkeiten eine MACHERIN!

Du kennst die Redewendung: Ohne Fleiß, kein Preis!

Nicht meckern, nicht kritisieren, nicht vergleichen oder ärgern = dafür hast Du keine Zeit! Da können wir beide viel anders machen und uns auf andere Dinge konzentrieren

Ich werde mich ständig wiederholen, aber ich schreibe hier gerne noch ein mal. Wie für alles im Leben, auch für die berufliche Integration in Deutschland brauchst Du Initiative zu zeigen. Es passiert nichts ohne Deine Eigeninitiative. Hier ist wirklich Dein konkretes Handeln gefragt.

Denke nicht an die Probleme, Schwierigkeiten oder Hürden, sondern probiere optimistisch eine Lösung zu finden!

Du willst an der Entwicklung, Veränderung, an einem ZIEL dran bleiben und etwas verändern. Du bist zielstrebig!?

Lauten meisten Deine Antwort auf diese Fragen auch “JA!!!” – dann super – wir sind ein weiterer Schritt uns ähnlich und näheren uns einer Zusammenarbeit.

4. Willst Du bewusst Dein berufliches Leben in Deutschland gestalten?

Meine Fragen lauten:

  • Kennst du das Wort – Proaktiv? Bist Du proaktiv? Bewegst Du Themen, Projekte, “bewegst Du Dich”?
  • Willst Du wirklich einen zu Dir und Deiner jetzigen Lebenssituation passenden und angemessen bezahlten Job in Deutschland finden?
  • Glaubst Du, dass es möglich ist, einen zu Dir und Deinen Qualifikationen passenden Job in Deutschland zu finden?

Ich weiss, dass Du sicherlich etwas gutes, wichtiges, interessantes beruflich anzubieten hast – Du musst das selbst auch glauben. Dein neuer Job in Deutschland musst zu Dir, Deinen Qualifikationen, Erwartungen, Situation passen, in der Du Dich grade befindest. Stimmts?

5. Bist Du offen und lernwillig?

Entweder bist oder willst Du werden – offen und lernwillig.

Kannst Du diese Fragen mit einem lauten JA beantworten?

  • Hast Du ein offenes, internationales, neugieriges Mindset?
  • Magst Du allgemein lernen? Sich weiterbilden? Verstehst Du, dass wir ein Leben lang immer lernen?
  • Bringst Du viel Wissensdurst nach Deutschland?

Dann sind wir uns sehr ähnlich und können gute Basis für die Zusammenarbeit haben.

Die zwischenmenschliche Chemie

Es muss einfach passen. Es muss sich einfach gut, menschlich zu zweit anfühlen. Wir müssen nicht gleich sein, aus demselben Land, aus ähnlichen Kultur kommen. Wir müssen uns auch nicht gleich mögen und befreundet bleiben. Aber wir respektieren uns und wir legen Wert auf die passende Chemie. Diese Chemie lässt sich nicht in Worten erklären. Ich denke, es muss einfach passen. Punkt.

  • Wir sind an uns gegenseitig sehr interessiert und wissen, welche Rolle wer hat.
  • Emotionen spielen für Dich eine wichtige Rolle. Du bist kein Roboter. Du fühlst!
  • Du bist eine Frau, Partnerin, Mutter. Du hast mehrere Rollen. Jeder Tag ist anders. Du hast bessere und schlechtere Tage. Du bist Dir dieser Tatsache bewusst! Aber Du bist professionell und loyal.

Hast Du die meisten Fragen mit einem “JA” geantwortet, dann bin ich mir sehr sicher, dass wir beide ein gutes Team zusammen sein können. Zusammen können wir viel erreichen. Ich kann Dir bei Deinen Themen und Fragen für die berufliche Integration in Deutschland helfen. Du hilfst mir, indem Du Deine Bedenken, Ideen, Träume und Wünsche für ein neues berufliches Leben in Deutschland mit mitteilst. Daran wachse selbst ich immer noch. Persönlich und beruflich.

 

Wie würde es sich anfühlen, eine erfolgreiche internationale Frau in Deutschland zu sein?

Du möchtest darüber sprechen, wie dein (beruflicher) Weg als ehrgeizige und lernwillige Migrantin, Zuwandererin oder internationale Frau aussehen kann und was deine nächsten “proaktiven” Schritte sind? Fühlst Du dich (beruflich) erfolgreich integriert oder möchtest Du dein Potential in Deutschland besser oder adners einsetzen?

Dann lass‘ uns unverbindlich sprechen. Buche hier dein kostenloses Kennen-Lernen Gespräch.

 

 

Danke, dass Du da bist und mein Blog liest!

Deine Justyna

Mein Deutsch ist nicht gut – die Angst vor dem Vorstellungsgespräch als AusländerIn

Mein Deutsch ist nicht gut – die Angst vor dem Vorstellungsgespräch als AusländerIn

Der Lieblingssatz meiner meisten ausländischen Mitmenschen, Freunden und Kundinnen lautet: Mein Deutsch ist aber nicht gut (genug).  Es ist auch der gängigste Glaubenssatz, wenn es um die berufliche Integration und den Zugang zum Arbeitsmarkt in Deutschland geht. Grade wegen diesem Satz schränken sich selbst die meisten ausländischen Bewerberinnen auf dem deutschen Markt bei der Suche nach einem adäquaten Job ein. Egal, wie lange die meisten ausgebildeten Frauen bereits in Deutschland sind oder wie viele Jahre sie schon Deutsch lernen und Wortschatz erweitern, sind sie trotzdem sehr kritisch mit sich selbst und beruflich unglücklich. Ja, sie tragen so gerne und fast stolz diesen Glaubenssatz mit sich selbst. Da ich aber vor allem mit den ausländischen Akademikerinnen arbeite, beziehe ich mich vor allem auf diese Gruppe der ausländischen Bürger in Deutschland.

Warum definieren wir uns “Ausländerinnen” so sehr über unsere Deutschkenntnisse? Ich gehe dieser Frage in diesem Artikel nach.

Profil einer ausländischen Frau somit Bewerberin

 

Jede mir begegnete Frau mit den ausländischen Wurzeln so wie grundsätzlich jeder Mensch ist einzigartig. Es kann nicht verallgemeinert werden. Dennoch:

Stell Dir vor, Du lernst Milena aus Russland kennen. Sie ist ungefähr 35 Jahre alt und lebt seit nicht mal einem Jahr in Deutschland. Warum sie nun ihr Heimatland verlassen hat, spielt für mich als Karriereberaterin oder Mentorin eine wichtige Rolle, jedoch sprengt dieser Aspekt für diesen Artikel den Rahmen. Milena ist eine interessante, intelligente, viel interessierte und ausgebildete Frau. Sie hat ein Masterstudium in ihrem Heimatland Russland erfolgreich studiert und bereits in ihrem Beruf ein paar Jahre gearbeitet. Sie hat sogar in einer anderen Position auch Berufserfahrung sammeln können. Im Ausland sind die Arbeitsmöglichkeiten als Quereinsteiger deutlich gängiger als in Deutschland. Wenn sie von ihrem Berufsleben in Russland spricht, ist sie sehr positiv und selbstbewusst. Sie klingt sogar nostalgisch…

Außer ihrer Muttersprache Russisch verfügt sie über hervorragende Englischkenntnisse und bringt auch die internationale Kompetenz und Sichtweise.

Die meisten Migrantinnen bzw. ausländischen Akademikerinnen sind sehr ehrgeizig und selbstkritisch mit sich selbst zugleich. Milena ist nur eine von vielen. Sie verlangen in der Regel viel zu viel, vor allem von sich selbst. Eigentlich stellen sie sich selbst von Beginn an sehr hohe Anforderungen. Frisch angekommen in Deutschland lernen sie zuerst ehrgeizig Deutsch, um der Gesellschaft und den Deutschen zu demonstrieren, wie gut sie sich integrieren wollen. Sprache ist doch der Schlüssel zur Integration und somit Kommunikation und Sozialisation.  Fließende Deutschkenntnisse oft als Synonym zum Zugang in die berufliche weite Welt. Und hohe Selbstanforderungen sind das gängigste Merkmal einer ausländischen Akademikerin.

So ein Profil einer ausländischen Akademikerin macht mich meistens sehr stolz auf diese Person. Ich bin so oft so positiv beeindruckt und staune über verschiedene Entwicklungen und Lebenswege, die diese Frauen aus dem Ausland mit sich bringen. Es fasziniert mich, in die Lebenssituation und die Vergangenheit dieser Person einzutauchen. Mein Ziel ist, mir ein gesamtes und objektives Bild über das Leben einer frisch angekommenen ausländischen Akademikerin in Deutschland zu machen. Erst dann fühle ich mich wirklich bereit, mit der Beratung und der Betreuung zu starten und nach den besten, passenden Lösungen für die jeweilige Frau zu suchen.

 

Probleme einer ausländischen Bewerberin

 

Ich kenne viele tolle ausgebildete Frauen, die mit ihrem Studium, Abschluss, interessanten und anspruchsvollen Berufserfahrungen nach Deutschland aus verschiedenen Gründen kommen und zuerst stagnieren. Weil sie zuerst nicht arbeiten (können), haben sie viel Zeit, das Neue zu beobachten und über sich selbst in der neuen Umgebung nachzudenken. Sie sind zuerst mit einer völlig anderen Kultur überfordert. Sie können nicht selbstständig und selbstbestimmt wie in ihrem Heimatland leben und sich am Leben in Deutschland beteiligen. Aus diesem Grund wollen sie so schnell wie möglich Deutsch lernen und damit etwas bewegen und verändern. Auf dem Weg zur Integration werden sie regelmäßig mental krank. Es liegt an den hohen Selbstansprüchen, dem Lebenstempo, veränderten Lebenssituation, dem Gefühl unnützlich zu sein, nicht genug gut zu sein. Ja, sie werden letztendlich depressiv und fühlen sich sehr einsam. Sie haben das Gefühl, überflüssig zu sein. Sie gehen in die innere Emigration. Im Endeffekt verlieren diese ausländischen Frauen den Glauben an sich selbst, ihre Kompetenzen, ihren Selbstwert und die Selbstliebe. Das sind ist keine gute Voraussetzung, sich erfolgreich um einen guten Job in einem fremden Land zu bewerben.

Herausforderungen, von denen ausländische Akademikerinnen stehen:

  • Sie bewerben sich Zeit lang gar nicht (aus welchen Gründen auch immer)
  • Sie wissen gar nicht, wie sie mit der Arbeitssuche beginnen und wo sie den (Traum)Job finden können
  • Sie finden gar nicht die Stellen, die zu ihren Lebenssituationen passen oder ihren Qualifikationen entsprechen
  • Sie bewerben sich nicht richtig und angemessen “der deutschen Bewerbungsregeln”
  • Sie glauben selbst nicht daran, dass sie zum Vorstellungsgespräch eingeladen werden
  • Sie bekommen zwar die Einladung zum Vorstellungsgespräch, bereiten sich aber nicht für dieses “richtig” vor

 

Träume und Wünsche einer ausländischen Akademikerin

 

Ich vertrete die Meinung, dass jeder Mensch, mit dem Migrationshintergrund oder besser, mit dem Migrationsvordergrund in Deutschland, vor allem aber, die sogenannten Ausländer, die nach Deutschland kommen, um dann eine gute Arbeit zu finden, sollten Deutsch lernen und immer weiter den Wortschatz erweitern. Aber ob das ein fließendes Deutsch sein muss, bin ich nicht der Meinung. Was bedeutet eigentlich “fließend” und was bedeutet auch “nicht gut genug”? Es ist alles relativ.

Wenn ich einen Lernwillen einer motivierten ausländischen Bewerberin wahrnehme, spielt für mich insgesamt das Deutschniveau eine Nebenrolle. Es geht um viel mehr um das Profil dieser Person. Ihr Akzent, die Pausen beim Sprechen, das Versprechen, das sich Zeigen bewusst als Ausländerin, ist für mich viel authentischer und wichtiger. Es ist wichtig, andere positive Aspekte hervorzuheben und mit anderen Punkten und positiven Charakteristika zu kompensieren. Vor allem aber Frauen mit den ausländischen Wurzeln fällt es schwer, die positiven Seiten und Erfolge hervorzuheben.

Wenn eine ausländische ausgebildete Akademikerin in einem Bewerbungsgespräch authentisch ist und Wahrheit sagt, dass sie sehr gerne weiterhin Deutsch lernen möchte, Interesse an dem Land und er Kultur hat, steht meiner Meinung nach nichts im Weg, die gewünschte Arbeit zu bekommen.

Leider hindert dieser Glaubenssatz “Mein Deutsch ist nicht gut genug” alle diese tollen ausländischen Akademikerinnen daran, im Bewerbungsprozess und auf der Arbeitssuche in Deutschland vorwärtszukommen. Sie bewerben sich entweder gar nicht oder suchen nicht erfolgreich nach ihnen passenden adäquaten Jobs oder haben Panik und Versagensängste vor dem Bewerbungsgespräch.

 

Welchen Glaubenssatz hast Du?

Danke, dass Du da bist und meinen Blog liest.

Deine Justyna

Wofür ich Deutschland, mein Einwanderungsland, schätze?

Wofür ich Deutschland, mein Einwanderungsland, schätze?

Ich habe eine Lebensvision, die mit dem Land Deutschland als Einwanderungsland, zusammenhängt. Ich wünsche mir, dass jede/r MigrantIn oder Personen mit der Migrationsgeschichte, mit dem Migrationsvorder- und Hintergrund, Ausländer usw. in Deutschland auch ihren/seinen Platz, eine gute Arbeitsstelle findet und sich somit nicht nur beruflich, aber grundsätzlich ein erfülltes Leben in diesem stabilen, sicheren, so weit entwickelten Land, aufbauen kann. Es ist wichtig, sich in einem fremden Land sehr früh und bewusst wie aktiv um die gute Integration zu kümmern.  Wie die Integration in Deutschland gelingen kann, kannst du gerne in meinem Artikel hier nachlesen.

Was sind meine Beweggründe? Nun ich bin eine von vielen MigrantInnen in der sogenannten deutschen Migrationsgesellschaft, in der ich für mich eine gute Balance zwischen einer anständig bezahlten und meinen Qualifikationen entsprechenden Arbeitsstelle und einem schönen, sicheren und erfüllten Leben, erschaffen habe.

Dieser Blogartikel ist eine weitere Liebeserklärung, nämlich an mein Einwanderungsland, Auswahlland und Wohnrotland, Deutschland. Danke Deutschland, dass ich ein Teil von Dir sein darf.

Meine persönlichen 7 Gründe, Deutschland, als meine Wahlheimat zu schätzen

Deutschland als mein Einwanderungsland, ist ein bedeutungsvoller Teil meiner Multikulturalität gleich neben meinem Heimatland Polen (meine verbloggte Liebeserklärung hier) und neben Spanien, insbesondere Galicien (mein Artikel hierzu).

 

1. Zuverlässigkeit

Die Deutschen und ich sind einfach zuverlässig. Wenn ich ein Wort gebe, halte ich es auch. Ist es nicht toll, sich auf Menschen wirklich verlassen zu können? Meine deutschen Mitmenschen sind einfach genial im Thema der Zuverlässigkeit. Außerdem lieben sie die Ordnung und planen unheimlich viel. Mit der Ordnung und dem vorausschauenden Planen habe ich noch nicht so gut drauf, aber ich bewundere diese Eigenschaft. Ich lerne seit zwanzig Jahren, wie ich mich besser organisieren kann und meinen Urlaub bereits im Januar in Kalender eintragen bzw. konkretisieren soll. Es ist eine Herausforderung für mich, so festzulegen, aber ich sehe und schätze die Vorteile dieses Denkens und Handelns. Hut ab!

 

2. Freiheit, Unabhängigkeit, Anonymität

 

Ich fühle mich so richtig in Deutschland wohl, weil eine meiner führenden Werte Freiheit und (finanzielle) Unabhängigkeit sind. Ich bewundere Deutschland und viele deutsche Menschen für ihre Liebe und ihren Drang, das Leben frei zu gestalten und unabhängig zu leben. Sich niemanden unterordnen zu lassen und den Schicksal in die Hand zu nehmen.

 

3. Wachstum und Fortschritt

 

Ich stehe für Lebenslanges Lernen, Weiterbildung, berufliche und persönliche Entwicklung. Seit zwanzig Jahren bin ich Zeuge vieler Entwicklungen in diesem Land. Ich habe Deutschland schon in meinem Heimatland für den Fortschritt – wirtschaftlich und menschlich, bewundert.  Deutschland war und ist für mich ein Symbol des Westens, des Wachstums und ich bin ein Teil davon. Ist es nicht schön, in einem so entwickelten und wachsenden Land leben zu dürfen?

Ich denke sonst an all die kompetenten, intelligenten, lernwilligen Menschen. An allen Erfindungen, Patente, Ideen…

Ich denke alle mir bis jetzt begegneten eher älteren, aber geistig sehr fitten Menschen. Da sind meine Nachbarn beide Rentner das beste Beispiel und deren Lebensart und Lebenstempo. Sie sind belesen, sie sind aktiv und bewegen sich viel, essen gesund und konsumieren bewusst.

 

4. Sicherheit

 

Seit meinem ersten Tag in Deutschland bis heute fühle ich mich sicher. Seit mehr als acht Jahren bin ich auch für Kinder verantwortlich und deren Sicherheit. Und diese ist mir in diesem Land geliefert. Es ist natürlich meine Einstellung, aber ich weiß, wie es ist, in anderen Ländern, mich unsicher und bedroht im 21. Jahrhundert zu fühlen.

Stuttgart im Jahr 2011-meine Ankunft am Stuttgarter Bahnhof. Selbst in der Nacht fühle ich mich sicher.

 

5. Objektive Sichtweise und Bewusstsein

 

Ich liebe Deutschland für viel Objektivität generell. Für mich zählen in dieser Kategorie die freien und “seriöse” Medien, Pressefreiheit, deutlich weniger “blöde” Werbung in den Medien oder draußen in den Städten. Für mich gehört hier auch das große Bewusstsein: über den Klimawandel, die Politik, die Gesundheit, die Ernährung;

 

6. Multikulturelle Gesellschaft 

 

Für mich gibt es in Deutschland sehr viel und genug viel Raum für die Toleranz der Andersartigkeit und Multikulturalität gegenüber.

Ich habe erst mit meinen 19 Jahren zu ersten Mal das Ausland betreten. Das war auch gleich mein Einwanderungsland Deutschland. Mental habe ich somit ein neues Universum entdeckt. Da tauchten plötzlich in meinem neuen Leben in Deutschland die andersdenkenden und aussehenden Menschen. Zum ersten Mal traf ich in Wirklichkeit Personen aus anderen Kulturkreisen, mit anderen Hautfarben und mit völlig anderer Religion, Sozialisation und Prägung als meine. Ja, ich denke, ich habe schon auch Kulturschock erlebt. Dieser Kulturschock heißt aber in meiner Variante nun 20 Jahre später – ich bin dankbar für die Fülle und Menge der Vielfalt. Heute schöpfe ich Kraft und Energie, sogar die Motivation für mein berufliches und privates Leben aus dieser bunten Mischung an meinen Mitmenschen.

Wir StadtteilnetzwerkerInnen in Friedrichshafen – Hilfe für Familien unterschiedlicher Herkunftskulturen. Zusammen in einer multikulturellen Gesellschaft. In gemeinsamen Einwanderungsland.

 

7. Kollektives Denken und Handeln

 

Obwohl es in allen Büchern über interkulturelle Unterschiede steht, Deutschland sei individualistisch geprägtes Land, finde ich grade hier in der Gesellschaft diese besondere Eigenschaft des kollektiven Denkens. Die Kollektivität: der Sinn, die Sorge, Beteiligung am allgemeinen Gut, das kollektive Denken an allgemeines Gut in der Gesellschaft.

Ich habe das Beispiel aus Polen oder Spanien: wirft jemand Papier auf die Straße und die Passanten sehen das, sie schauen dann meistens uninteressiert und laufen einfach weiter. Deutschen lieben Regeln und halten sich sehr gerne an sie. Sie helfen der Polizei und machen andere wie bei der Regel mit dem Papier werfen aufmerksam. Ich neige genauso, meine Menschen zu gerne, über deren Fehler zu belehren und lebe mein Gerechtigkeitsbewusstsein sehr aus. Aber ich mache das, weil ich kollektiv an uns, an die Menschheit und Gesellschaft denke.

 

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Das ist der vierte Artikel aus meiner Dankbarkeits- und Multikulturalitätsreihe. Ich habe an der Blogdekade-Challenge von dem Onlinekurs “The Content Society” aus der Blogger-Familie um Judith Peters im Internet als Sympatexter teilgenommen. Bitte schaue bei der Blog-Königin einfach vorbei und lass Dich über zum Bloggen, Online-Business und authentisch Sein inspirieren. Mehr hier: https://thecontentsociety.de/

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Danke, dass Du da bist und meinen Blog liest.

Deine Justyna

Wofür ich Polen, mein Herkunftsland, liebe

Wofür ich Polen, mein Herkunftsland, liebe

Ich bleibe nun in meinem Modus der Dankbarkeit (mein erster Artikel aus dieser Reihe kannst Du hier nachlesen) und schreibe meine erste Liebeserklärung an mein Herkunftsland Polen und wofür ich es schätze, sogar liebe.

Und ja, ich bin da gleich beim Artikel 3 im Rahmen der Blogdekade Challenge von dem Onlinekurs The Content Society aus der Blogger-Familie um Judith Peters im Internet als Sympatexter bekannt. Bitte schaue bei der Blog-Königin einfach vorbei und lass Dich über Bloggen, Online-Business und authentisch Sein im Netz inspirieren. Mehr dazu bitte hier: https://thecontentsociety.de/

Meine persönlichen 8 Gründe, Polen als Teil meiner Multikulturalität zu lieben:

1. Gastfreundlichkeit

In Polen ist der Gast der König. Es wird für den Besucher so gut wie alles besser gemacht.

Ich erinnere mich, dass ich mich sehr für unsere Besucher „anstrengen“ musste. Meine Eltern haben uns beigebracht, dass sich der Besuch bei uns mehr als gut fühlen sollte. Wenn schon jemand sich die Mühe gemacht hat, uns zu besuchen, gilt diesen Menschen das beste und Feinste anzubieten. Wir behandeln tatsächlich jeden sehr „speziell“. Wir haben selbst nicht viel zu Hause gehabt, aber wir haben den Besuch nicht wissen und spüren lassen.

Wenn ich jetzt nach all den Jahren in Deutschland nach Polen zu Besuch in meinem Elternhaus bin, fühle ich mich so besonders schön willkommen und behandelt.

Für mich machen vor allem die Menschen in Polen das Land aus. Meine eigensinnigen Landsleute zeichnet auch das spezielle Zwischenmenschliche aus. Es ist diese feine Leichtigkeit im Umgang miteinander, die ich in meinem Heimatland liebe.

Ich denke da oft an einen Wochenmarkt, wo ich theoretisch nur „einkaufen“ gehe, aber gleichzeitig das Treffen, das Plaudern, das Nachfragen oder sogar ein wenig Gerüchte und Klatschgeschichten erleben kann. Es ist diese Art des Small Talks, das nicht zu direkt, aber warm und herzlich ist und mir das gute Gefühl hinterlässt.

Der Gast ist König in Polen.

2. Polnische Familie

Wenn ich ein Bild von Polen vor Augen habe, sehe ich da einfach meine oder „die Familie“. Ein paar verwandte Menschen zusammen. Ich verbinde Polen sehr stark mit dem Bild der Familie. Für mich ist das Land Polen, das Land meiner Herkunftsfamilie. Meine Vorfahren alle kommen aus Polen. Ich bin selbst dort geboren und habe meine Kindheit dort komplett verbracht. Die Zeit mit der Familie hängt für mich mit dem gemeinsamen Essen zusammen. Ich denke da an alle die gewöhnlichen täglichen Mahlzeiten zu Hause in meiner Stadt Radom. Ich denke aber auch an die festlichen und großen Feierlichkeiten und mit vielem Essen und Trinken. Da ist es wieder dieses vieles zugleich. Polen ist katholisch, aber auch sehr trinkfest. Und dann passiert es. Bei dem gemeinsamen Essen und Trinken entwickelt sich das Gefühl des Zusammenhalts . Man sieht sich nicht oft, aber es verbindet uns alle doch dieses „etwas“. Vielleicht ist das nur das Blut, vielleicht ist da mehr als das und das Herkunftsland.

Nur ein Teil meiner polnischen Familie im Herkunftsland Polen.

3. Polnische Improvisation

Nichts zeichnet mein Heimatland in meinen Augen direkt in Polen sowie im Ausland mehr als die Vorliebe zur Improvisation aus. Ich bin fasziniert, wie viel meinen Landsleuten und mir diese Eigenschaft immer wieder verhilft. Es macht mich stolz, in vielen schwierigeren, ausgangslosen und herausfordernden Momenten doch die polnische improvisierte Art und Weise zu nutzen und eine Lösung zu suchen. Ich behaupte nicht, dass ich da immer eine Lösung finde. Aber der improvisierte Versuch, schon nach einer Lösung zu suchen, ist für mich Halberfolg und Freude pur.

Schon als Kind habe ich aus der Langweile heraus gelernt, für mich zu sorgen und mich kreativ, also aus nichts etwas zu machen, zu beschäftigen. Dabei habe ich auch unbewusst auch gelernt, Improvisation und Kreativität für meine Lage zu nutzen.

4. Offen gezeigte Gefühle und Emotionen

4.1. Lebensfreude

Ich schäme mich in Polen nicht, meine Gefühle offen zu zeigen, mich zu zeigen, wenn ich Freude empfinde. So sehr genieße ich in Polen, die offen gezeigte Gefühle der Freude, des Glücks, das laute Lachen zu erleben. Wenn wir Polen lachen, dann tun wir das meist sehr laut. Wir klatschen spontan, können vor Freude in die Luft hüpfen, ein kleines Tänzchen machen und sich einfach im Moment gehen lassen. Irgendwie können wir schnell in die Kind-Rolle zurückkehren, fast wieder in Pfützen springen, in der Öffentlichkeit laut reden oder mit Fremden scherzen. Und das wurde mir alles irgendwann mal im Laufe der Zeit immer wieder meistens in Deutschland peinlich.

Es wird mir mit diesem Artikel bewusst, wie falsch ich liege und wie sehr ich diese Eigenschaft schätze und doch vermisse und pflegen und offen leben möchte.

Ich möchte mich tagtäglich freuen, weil ich zum Beispiel in einem der sichersten, stabilsten und chancenreichsten Land der Welt leben darf. Aus diesem Grund kann ich mich schon richtig und offen freuen und dankbar sein.

Wenn ich das nächste Mal unerwartet ein Geschenk bekomme, dann zeige ich umso mehr meine Freude körperlich und verbal. Denn das bin Ich.

Meine fröhliche Seite beim Feiern in Polen.

4.2. Melancholie

Ich liebe Polen und polnische Landsleute für unsere Neigung zur Melancholie. Polen haben schon mehr als ein halbes Jahr nicht das beste Wetter und verbringen viel Zeit zu Hause. Da wird es nicht immer schmuddelig, sondern es wird nachdenklich und sinniert. Viele polnische Poeten waren durch die äußeren Bedingungen beeinflusst, ihre kreative und melancholische Seite auszuleben. Ich habe endlich gelernt zu akzeptieren, dass auch ich schon seit dem Jugendalter eine große Portion Melancholie mit mir schleppe. Es fühlt sich gut an, mit dieser Erkenntnis zu leben und sie anzuerkennen. Heute weiß ich, dass mich der polnische große Anteil der Melancholie, insbesondere im Kontext der polnischen Poesie, stark ausmacht.

Ich liebe es einfach, im Herbst und im Winter mich unter Decke, mit einer heißen Teetasse, mit einem Buch bzw. einem Poesieband auf dem Sofa zu beschäftigen.

5. Polnische (Mutter)Sprache

Natürlich liebe ich Polen wegen meiner Muttersprache. Sprache ist ein wichtiger Bestandteil meiner Herkunft und somit meiner Identität. Dank der polnischen Sprache verstehe ich grundsätzlich mein Land, die Kultur und die Menschen. Polnisch steht und bleibt für mich immer an der ersten Stelle. Ich nenne Polnisch oft meine Herzenssprache. Ich fühle und denke auf Polnisch. Mein Herz schlägt auf Polnisch, mein Kopf denkt immer noch größtenteils auf Polnisch.

Ich werde oft gefragt, auf welcher Sprache ich träume. Da ich selten träume, vergesse ich oft. Aber ich würde es sofort antworten, dass es auf Polnisch sein muss.

Wenn ich eine Wahl habe, ein Buch zu lesen, ist es in meinem Fall auch meistens die Vorliebe für polnische Bücher, polnische Schriftsteller also einfach für die polnische Sprache.

6. Unvorhersehbare

Ich liebe Polen und meine polnische Seite für das Bewusstsein bei einem besonderen Bereich. Es geht um den Raum für das Unvorhersehbare und den Glauben allgemein. Viele Polen glauben sehr stark an einen Gott, viele andere glauben an die Existenz einer Macht, Energie, Stärke. Aber die meisten glauben einfach. Es gibt einfach etwas viel Größeres als wir Menschen und dazu gehört der Respekt demgegenüber.

Für mich gehört auch in dieser Kategorie auch der Respekt vor Älteren. Ich wurde erzogen, dass ich jedem älteren Menschen, aber vor allem wirklich den ältesten den größeren Respekt demonstrieren soll. Man weiß ja nicht, wie lange dieser ältere Mensch noch auf dieser Erde sein darf. Also begegnet man ihm mit Würde und Respekt. Daher versuche ich den älteren mir in meiner Umgebung begegneten Menschen ein Grußwort und eine körperliche Vorbeugung zu demonstrieren.

Der “polnische” Glauben.

7. Zugleich

Ich glaube, ich kann diesen Grund nicht wirklich verbal beschreiben. Es muss erlebt und gefühlt werden. Polen ist eine Menschenart, die anders als Südeuropäer oder Westeuropäer ist. Es ist eine Mischung von beiden. Offen für Neues, hungrig auf die Entwicklung und den Fortschritt und gleichzeitig sehr traditionell, familiär, stolz und verwurzelt.

Polen ist wie Ich selbst vieles zugleich. Einerseits traditionsbewusst und andererseits wandelt es sich rasend schnell. Polen ist voller Überraschungen. Es steckt in diesem Land viel mehr. Es ist viel moderner und europäischer, als die meisten Menschen denken.

8. Polnisches Nationalsport – Pilzesammeln

Ein schönes Gefühl des Zusammenhalts in Polen erlebe ich noch bei unserem polnischen Nationalsport. Es ist das gemeinsame Sammeln der Pilze im Wald. Meine polnische Seele bewegt sich grundsätzlich sehr gerne, mag die Natur, vor allem den Wald, und hat sogar noch ein schönes Ziel. Viele Pilze zu sammeln und aus diesen danach etwas Leckeres vorzubereiten.

Glücklich nach dem Pilzesammeln in Polen

***

Dieser Blogartikel ist eine verspätete Liebeserklärung an mein Herkunftsland Polen geworden. Danke Polen, dass ich mein Leben in Deiner Umgebung starten konnte.

Frage an Dich liebe/r Blogleser/in

Warst Du bereits in Polen? Kennst Du ein wenig Polen? Wofür könntest Du eventuell Polen schätzen?

Vielen Dank, dass Du da bist und mein Blog liest.

Deine Justyna

Wofür ich meine multikulturelle familiäre Seite des Lebens liebe?

Wofür ich meine multikulturelle familiäre Seite des Lebens liebe?

Das ist der erste Artikel im Rahmen der #Blogdekade Challenge.

Die Blogdekade ist eine Challenge im Onlinekurs The Content Society, in der wir 10 Blogartikel in 10 Tagen schreiben. Tag 1 war gestern, am 21. August 2022. Bis zum 30. August ist es das Ziel, täglich einen Blogartikel zu veröffentlichen.

Schaue unbedingt bei Judith bzw. Sympatexter vorbei und lass Dich zum Thema Bloggen inspirieren:

https://thecontentsociety.de/

Vielleicht ist auch das der erste und letzte Blogpost mit dieser Challenge. Aber ich fühle mich sehr motiviert, an dieser sommerlichen Blog-Herausforderung teilzunehmen. Mein momentaner Aufenthaltsort, die Kombination aus dem Urlaub, dem Familienbesuch, Westen und Osten in meiner Person, das alles trifft stark aufeinander und diese Kombination macht mich sehr, sehr positiv nachdenklich. All das bringt mich dazu, dass ich über meine familiäre Multikulturalität angefangen habe, stark zu reflektieren.

Bist Du neugierig?

Definition meiner Multikulturalität

Ich komme aus Polen, einer mittelgroßen Stadt. Als ich 19 war, kam ich als Au-pair Mädchen nach Deutschland. 2 Jahre später habe ich meinen zukünftigen spanischen Ehemann kennengelernt. So viel in Kürze zu meiner Multikulturalität.
Natürlich, hinter diesen ein paar Aufzählungen steckt viel mehr. Es sind viele Geschichten, emotionale Momente, schwierige und intuitive Entscheidungen, Begegnungen, Erlebnisse, Abenteuer.

Grund für dieses Blog-Thema

Ich möchte mich mit diesem Blogartikel selbst dran erinnern, dass ich meine neu erschaffene familiäre Multikulturalität nicht mehr messen möchte. Diese multikulti Familie und Seite des Lebens habe ich mir selbst aufgebaut. Einiges, wie Vieles im Leben, hat sich einfach ergeben, aber das Meiste zu dem multikulturellen Zustand, war eine intuitive, auf das bauchgefühlbasierte Entscheidung. Das Schicksal hat mich geführt zu dem allen, was ich heute bin. Ich bin ein Teil dieser neu aufgebauten Familie. Und endlich bin ich einfach stolz, glücklich und dankbar für all das, was zu meiner persönlichen Vielfalt und Multikulturalität gehört.

Jetzt ist es anscheinend ein guter Zeitpunkt, diese Erkenntnis über die positive Seite meiner familiären Situation zu zelebrieren.

Ich und Multikulti Touch

Seit vielen Jahren behaupte ich, dass ich eine europäische Bürgerin bin.

Die ersten 19 Jahre lebte ich in Polen, dabei waren viele davon als ein „unbewusstes“ Kind.
Mittlerweile lebe ich über 20 Jahre in Deutschland an der Seite meines spanischen Mannes. In Deutschland sind wir stark durch den süddeutschen Stil und die Kultur geprägt.
Jeden zweiten Sommer verbringen wir regelmäßig in Spanien, genauer in Galicien, der weit nordwestlich gelegenen Region. Die Eltern meines Mannes leben zwar seit über 40 Jahren in Barcelona, aber beide kommen aus Galizien und kehren jeden August dorthin. Den anderen Sommer verbringen wir im zentralen Polen, um meine Familie und die schönen polnischen Ecken zu erkunden.

Wir sind so doch noch oft in Barcelona und reisen gerne zu Freunden in Norddeutschland.

Positive Seiten meiner Multikulturalität

Hier sind die Gründe, wofür ich meinen persönlichen multikulti Zustand liebe und wobei mich meine multikulti familiäre Situation unterstützt und warum ich sie einfach liebe:

  • Ich bezeichne mich als sehr flexibel und anpassungsfähig; Ich übe mich tagtäglich in der Agilität aus – ich jongliere zwischen so vielen Bedürfnissen, Begebenheiten, Menschen aller Klassen; ich bewege mich zwischen unterschiedlichsten Menschenklassen, Menschen mit anderen Werten als meine, Menschen, die völlig andere Interessen und Lebensweisen haben – aber ich bewundere sie immer für eine andere Option, die ich nicht habe oder Weise, die mir fremd ist;
  • Ich lerne immer etwas Neues von diesen allen Menschen;
    Ich fühle mich offen, tolerant und sehr neugierig.
  • Ich hinterfrage vieles; es interessiert mich, was, wer, warum, wieso, weshalb, woher, wie lange, wohin…
    Ich trainiere mein Gehirn und meine mentale Psyche, ich stelle meine Einstellung und mich sehr regelmäßig dem Neuen und fordere mich dadurch selbst heraus.
  • Ich lerne. Ständig. Überall. Ich lerne durch das Beobachten. Ich unterhalte mich, von Tag zu Tag weniger, aber ich höre mehr. Und dadurch lerne ich noch mehr.
  • Ich beobachte alles. Ich beobachte Menschen und Situationen. Ich beobachte, was typisch oder gängig in dem einem Moment in der einen Situation ist. In jedem Land, der Region, am Tag oder in der Nacht. Ich weiß sofort, was angebracht und was weniger gut ist.
  • Durch die viele regionalen Aufenthalte, Familienbesuche und -begegnungen ziehe ich Vergleiche zu früher und später in meinem Leben und sehe sowohl die positive sowie die bedenkliche Entwicklung der Zustände. Ich fühle mich nach jeder Rückkehr nach Hause einfach nur unbeschreiblich dankbar.
  • Ich schätze mich durch diese ständige Vielfalt als glücklich und dankbar. Die Vielfalt in fast allen meinen Lebensbereichen; vor allem aber in dem familiären bzw. privaten Bereich hält sie mich lebendig, tolerant, offen, lernbereit, flexibel.
  • Ich wertschätze die Vielfalt, die ich durch meine (familiäre) Multikulturalität habe.
  • Ich ziehe viel positive Energie aus der vielfältigen Abwechslung und Änderung heraus.
  • Ich fühle mich durch die Vielfalt, Multikulturalität und Abwechslung sehr lebendig und partizipativ am Leben.
  • Ich habe das Gefühl, dass ich durch die Vielfalt in Bewegung bin und „fit“ bleibe.
  • Ich liebe in die Geschichten, das Leben, den Lebensabschnitt der Menschen aus Polen, meinem familiären Kreis, aus Galizien, aus Barcelona, aus Süddeutschland, aus den allen deutschen und ausländischen Familien, die ich im süddeutschen Raum bis heute begegnet bin, zutiefst einzutauchen.
  • Ich liebe letztendlich meine Geschichte zu teilen, zu analysieren, zu reflektieren, positiv anzusehen, zu zelebrieren, mich und meine kleine neu gegründete Familie für den Mut zu loben, diese multikulti Abenteuer starten.

 

Multikulturelle dankbare Seele

 

Ja, mich begeistert so sehr das Andere, Neue, Unterschiedliche, nicht konventionelle. Meine eigene multikulturell familiäre Situation unterstützt und vertieft dann diese Begeisterung.
Ich zelebriere all die Mutigen, Neugierigen, Interessierten, Laut-Leisen, vielfältigen, multikulturell geprägten Menschen, allen diesen, die offen, tolerant und neugierig sowie ständig lernbereit sind wie ich.

Ein Hoch auf Uns.

Frage an Dich liebe/r Blogleser/in

Wofür liebst Du oder schätzt Du Deine familiäre Seite des Lebens?

Vielen Dank, dass Du da bist und mein Blog liest.

Deine Justyna