Montasrückblick Juli 2022. Aktiv im Sommer

Montasrückblick Juli 2022. Aktiv im Sommer

Der Juli war ein Monat, in dem für mich sehr viel passiert ist, sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben.

Im Monat Juli ist es wieder einiges passiert, sowohl im privaten als auch im beruflichen Leben. Ich war aktiv in vielen Lebensbereichen und habe mich bemüht, eine Balance zwischen mehreren Baustellen im Leben zu finden.

Aktiv in Bergen

Gleich am ersten Wochenende waren wir als Familie zu viert zusammen mit unseren Nachbarn und deren Kindern in der Nachbarschaftsregion, Allgäu, wandern. Wir haben uns wieder für eine ziemlich leichte Kinderwanderung geeinigt, die auch in dem Wanderbuch vom Wandaverlag empfohlen wird. Ich habe ja schon mal erwähnt, dass ich mich sehr gerne von dem Wandern-Ratgeber für die Kinder geeignete Routen in den Bergen inspiriere. Meine Motivation als Scannerpersönlichkeit (LINK zu MARITA) hält gerade stark an und ich habe bereits ein paar Wanderideen parat. Der Sommer dauert ja noch ein wenig. Es hat mir unheimlich Freude bereitet, uns mit unseren englischsprachigen, internationalen Nachbarn intensiver zu sozialisieren und einfach gemeinsam einen Sonntag zu verbringen. Am Ende haben wir den Kindern euphorisch mitgeteilt, dass wir bei der Hitze wirklich fast 10 km geschafft haben.

Aktiv mental

Weiterhin war ich im Juli schnell bei einem Live im Instagram über Human Design und Passion-Business entschlossen, mehr über mein eigenes Human Design Profil zu erfahren. Gesagt, getan. Dabei war diese Entscheidung auch sehr typisch für den Manifestierenden Generator, der ich laut der Typologie bin. Es bedeutet, dass ich sehr schnell, sogar sofort, gleich im Laufe des Live Treffens, gespürt, gewusst und überzeugt war, eine erfahrene Human Design Coach in Anspruch zu nehmen. Mein Bauchgefühl, mein ganzer Körper und sogar die innere Stimme oder die Intuition haben mir sofort bei der Entscheidung geholfen. Ich musste nicht dabei über die Nacht schlafen und überlegen. Wenn es sich für mich als manifestierende Generator etwas gleich SEHR GUT anfühlt, ist es sehr sicher, dass ich richtig liege und dem Ganzen einfach nur vertrauen kann.

Die Erfahrung einer zweieinhalb stündigen Lesung auf meine Muttersprache Polnisch war grandios. So viel oder besser, alles, war so richtig und erleichternd zu hören, zu erfahren und als Bestätigung gehört und verinnerlicht zu haben. Mein Plan ist es nun, mich tiefer mit dem Thema auseinanderzusetzen. Ob ich als bereits erwähnte Scanner Persönlichkeit dabei bleibe, wird nur die Zeit zeigen.

 

Sozial und seelenverwandt

An einem anderen Wochenende hatte ich das Privileg, alleine zu einer Freundin mit dem Zug zu fahren. Einerseits hatte ich fast zwei Stunden im Zug einfach alleine zu sein, Menschen zu beobachten und einfach nachzudenken. Andererseits habe ich alleine die Zeit, mich ruhig und intensiv mit meiner Seelenverwandten zu unterhalten. Ich habe nämlich so viel Liebe für Maria und so viel verbindet mich mit ihr. In Göppingen habe ich so viel bekommen wie:

  • eine wunderschöne Zeit zu zweit
  • die Gastfreundlichkeit
  • die leckere italienische Pizza ihrer Eltern
  • einen Spaziergang über die Sonnenblumenfelder
  • viel Sonne
  • Aufmerksamkeit
  • interessiertes Zuhören
  • Verständnis

Was ich sonst noch zum ersten Mal erlebt habe, war der Besuch in einem Waldfriedhof. Ich habe die Chance gehabt, mir ein Bild über den Ort zu machen, wo ein verbrannter Körper im Wald die letzte Ruhe finden kann. Die persönliche Geschichte von Maria ist so traurig, dass ich sie nicht mal erwähnen möchte. Ich kann aber dank Maria einfacher und leichter über den Tod generell sprechen. Aber dank dieses Besuchs in Göppingen habe ich die Bestätigung für mich persönlich bekommen, dass ich als Wald-Fan auch Stand heute beerdigt sein möchte. Die Frage ist aber noch offen, in welchem Land außer Deutschland diese Alternative im Wald noch möglich ist. Als Scanner Persönlichkeit habe ich mir das Thema auf die To-do-Liste aufgeschrieben.

 

Sozial und leicht

An am gleichen Wochenende war es mir aber wichtig, rechtzeitig zurück nach Hause zu fahren und an dem Grillen mit unseren allen Nachbarn teilzuhaben. Ich bin wirklich auch für diese kleine Wohngemeinde sehr dankbar. Es sind über zwei Jahre her, als wir in diesem neuen Gebäude wohnen und uns sehr gut fühlen. Ausgerechnet auch an diesem Juli-Wochenende ging das Seehasenfest in Friedrichshafen fest. Ein Nachbar von uns hat stolz die Seehasen Fahnen an den Bäumen aufgehängt. Die Stimmung war einmalig und wieder richtig gut.

Aktiv in der Stadt

Das Seehasenfest in Friedrichshafen ist das wichtigste Fest im Jahr und deswegen wird in der Stadt richtig gefeiert. Die Stadt steht auf dem Kopf. Nach den zwei Jahren Pause war die Stimmung an dem Seehasen Sonntag auch grandios. Da findet ein Umzug statt, an dem alle SchülerInnen aus den Friedrichshafener Schulen mitlaufen müssen. Für unsere Zweitklässlerin war das erste aufregende Mal. Unser Sohn Ada mit knapp sechs Jahren mag bis jetzt die großen lauten Events nicht wirklich. Ich habe eine Leichtigkeit in Luft gespürt und mich treiben lassen. Die Stadt war bunt und fröhlich. Es fasziniert mich jedes Mal, wenn ich über den Aufwand und die Arbeit bei dem Dekorieren der Stadt nachdenke.

 

Aktiv am See

Zum Sommer gehört für mich außer den schönen grünen Bergen genauso der schöne gute Bodensee. Zum See gehört für uns mittlerweile einfach das Stand-up-Paddeln und platschen im mal kalten Mal wärmeren Wasser. Es war ein schöner Ausgleich zum aktiven Freizeitprogramm im Bergen. Es ist völlig anders, an einem heißen Tag am See zu sein. Es ist einfach schön.

Aktiv nebenberuflich

Im Juli hat die VHS also die Volkshochschule Friedrichshafen ihren 75. Jubiläum gefeiert. Da ich ab Herbst eine Lehrtätigkeit im Bereich Deutsch als Fremdsprache übernehmen darf, wurde ich zu diesem Event eingeladen. Dabei war ich richtig nostalgisch, wie lange ich bereits die VHS an sich kennen und schätzen gelernt habe. Als ich nach Deutschland kam, besuchte ich meinen allerersten Deutschkurs ausgerechnet an der Volkshochschule, damals in Stuttgart. Das war auch meine erste Begegnung mit dem mich bis heute faszinierenden Thema der Weiter-, Erwachsenenbildung und des lebenslangen Lernens.

Ich verbinde sehr viele Erinnerungen, Begegnungen ,Erfahrungen und Gefühle mit der Volkshochschule. In diesem Jahr bietet mir die Schule eine einmalige, völlig neue Erfahrung, die ich sehr gerne auf mich nehme. Es ist ein kleiner, feiner und bewusster Schritt in meine nebenberufliche Selbstständigkeit.

Dank dieser Veranstaltung habe ich den Kontakt zu zwei sehr interessanten Bildungsfrauen aus meinem Wohnraum, also aus dem Bodenseekreis aufgenommen und freue mich, diesen XXXXXX

Passiv aktiv

Eines Tages bekamen wir per Post das „Friedrichshafener Wanderbuch. Wanderungen und Spaziergänge in Friedrichshafen und Umgebung“ von Herrn Rainer Barth. Die Freude war noch größer, als wir das Bild unseren Kindern tatsächlich auf der Seite 219 entdeckt haben. Damals vor gut zwei Jahren im Frühling haben wir in der Nähe von Friedrichshafen in Kluftern an der Planetenweg-Wanderung mit den Kindern mitgemacht. Sowohl Kinder als auch wir Erwachsenen haben so viel aus dieser Wanderung gelernt und von dem Wanderführer erfahren. Mit diesem Buch und allen Routen gleich hier um die Ecke erhoffe ich mir, mich selbst wie auch meine Familie zur aktiven Lebensweise und der gemeinsamen Zeit draußen zu motivieren. Außerdem ist es ein schönes Gefühl, ein echtes Buch aus Papier mit den geschriebenen Worten vom Autor einfach in den Händen zu halten.

Beruflich aktiv

Nach über zwei Jahren Pandemie ändert sich auch bei mir im Unternehmen die Einstellungen zum kompletten Homeoffice Arbeiten. Ich sollte mich einstellen, ein bis zwei Male in der Woche wieder vor Ort im Büro arbeiten zu sollen. Für mich und meine kleine Familie war wie bis jetzt wirklich richtig gut diese selbstverantwortliche komplette online Arbeiten. Eine Veränderung fällt mir nun doch schwer und ich ertappe mich, wie lange ich mich mental dagegen wehre..

Was im Juli sonst noch los war:

  • Ende der außerschulischen Aktivitäten meiner Kinder; Abschiede, Danke Momente, Kleinigkeiten zum Bedanken, kleine Aufmerksamkeiten,
  • Me Time kurz, aber intensiv und anders: Yoga am See am früheren Morgen – Yoga ein fester Bestandteil in meinem Leben bzw. in meiner Woche
  • Kultur und Freizeit: mein Lieblingsfest am Bodensee, oder genauer in Friedrichshafen, das Kulturufer und das Probieren nach so vielen Jahren der Zuckerwatte
  • Bloggen macht mir Spaß und Freude. Technik und WordPress weniger. Ich lasse mich nicht unterkriegen. Ich schreibe und drücke mich, meine Meinung, meine Ideen und Tipps, Tricks und Hinweise aus. Es tut alles gut. Nur manchmal denke ich, dass

Schön, dass Du da bist und mein Blog liest. Vielen Dank.

Justyna

12 von 12 im Juli 2022. Alltag.

12 von 12 im Juli 2022. Alltag.

Am 12. Tag jedes Monats mache ich bei der traditionellen Aktion 12 von 12 mit und teile mit Euch die Eindrücke von meinem Tag in 12 Bildern. Ein normaler Tag einer berufstätigen Mutter, mit zwei Kindern, einer Katze und einem Traum, Mentoring für Migrantinnen sichtbarer, greifbarer und nützlicher zu machen.

 

 

Herzlich willkommen zu meinem 12. Tag im Monat Juli im Jahr 2022. Schaue in meinen Alltag rein:

 

Der Dienstag ist ein Schul- und Kindergartentag. Beim Abschied den Kindern bewundere ich noch die kindliche Kunst und Kreativität vor dem Eingang.

 

 

Unsere schöne (fast komplett) Heilige Birma Katze namens Cappuccino läuft auch gleich mit aus dem Haus raus.

 

 

Seit langem war ich nicht vor Ort im Büro und fahre genüsslich hin – zu meiner Überraschung habe ich keine Tastatur dabei und nach zwei Socializing Terminen fahre ich wieder heim 🙂

 

Aus dem Gebäude im Büro sehe ich die Kulisse der Stadt Friedrichshafen. Die Stadt bereitet sich auf das Seehasenfest vor und das Riesenrad gehört da automatisch dazu.

 

Das Kennzeichnen des Seehasenfestes ist der Seehase auf dem grün-weißen Hintergrund. Viele stolze Häfler-Autofahrer haben bereits ihre Fähnchen befestigt. Ein wahrer Ausnahmezustand!

 


Draußen sind es fast 30 Grad und weil ich wieder im Homeoffice arbeiten kann, sitze ich mit meinen Lieblingsbaumwollsocken. Schon schräg, oder?

 

Während mein Sohn Adam beim Taekwondo Training trainiert, laufe ich einfach los. Ich habe da einen wichtigen Grund zum Feiern. Es ist ein kleiner Schritt in die neue berufliche Zukunft für mich.

 

Der Grund zum Feiern: ich darf an der Volkshochschule VHS in Friedrichshafen meine erste Lehrtätigkeit für das Fach “Deutsch als Fremdsprache” ausüben.

 

Mein Spaziergang bei der Hitze geht über die Felder.

 

Eine weitere Überraschung – im Juli sehe ich den reifenden Vogelbeerbaum – für mich definitiv ein Symbol für den Herbst! Die schönen dunkel orangenen Farben in der Sonne sind ein Genuss fürs Auge!

 

Zu Bodensee gehören auch viele Apfelbäume.

 

Während meines Spaziergangs ernähre ich meine Seele mit den Bildern des Sommers.

 

 

Am Ende meines Spaziergangs sehe ich auf dem Balkon von dem lieben Nachbarn noch mal die Seehasenfest-Flagge und lande wieder in der Realität. In ein paar Tagen kommt der Seehase zu den Kindern und es wird gefeiert. Schon etwas besonders in der Stadt Friedrichshafen.

7 Gründe, warum ich Business Mentoring für Migrantinnen liebe

7 Gründe, warum ich Business Mentoring für Migrantinnen liebe

Seitdem ich denken kann, liebe ich Menschen bei der Weiterentwicklung mit meinem Wissen und meiner Erfahrung zu unterstützen. Wenn ich insbesondere Frauen mit dem Migrationshintergrund in Deutschland auf dem Weg zur Integration “im Leben” sowie auf dem Arbeitsmarkt begleiten kann, fühle ich mich dabei erfüllt und gebraucht. Als Business Mentorin für Migrantinnen bringe ich selbst die Migrationserfahrung mit, bezeichne mich als eine internationale, ambitionierte Akademikerin mit dem Migrationsvordergrund. Deswegen identifiziere ich mich stark mit allen interessanten, gut qualifizierten, ausgebildeten, ausländischen Frauen, Migrantinnen und Mütter in Deutschland. Deswegen bin ich absoluter Fan von Mentoring.

 

7 Gründe, warum ich Business Mentoring für Migrantinnen liebe

 

Heute teile ich mit Dir, warum ich es liebe, Business Mentorin für Migrantinnen zu sein.

 

1. Ich kann mich optimal in eine Migrantin und ihre Situation in Deutschland hineinversetzen

 

Ich bin sehr empathisch und emotional. Aus diesem Grund kann ich mich ideal in die Situation einer Migrantin, einer Frau mit der Zuwanderungsgeschichte hineinversetzen. Eigentlich ziehe ich in jedem Gespräch mit einer Migrantin den Vergleich zu mir selbst oder zu einer anderen Frau mit den ausländischen Wurzeln. Letztendlich solidarisiere ich automatisch mich mit den ausländischen, internationalen, zugewanderten Frauen, Müttern, Akademikerinnen und drücke allen fest die Daumen, dass es ihnen Deutschland privat sowie beruflich einfach gut gehen sollte. Was jede Migrantin getan hat, um nach Deutschland zu kommen, welche Hindernisse sie bewältigen musste, welche Bedenken, Ängsten, Hoffnungen, Erwartungen, Träumen mit sich trägt  – das ruft in mir einen tiefsten Respekt und die größte Bewunderung wach. Jede zugewanderte Frau, inklusive ich, sei eine einzigartige Kämpferin.

 

So sieht eine integrierte Fachkraft in Deutschland aus. Das bin ich.

So sieht eine integrierte Fachkraft in Deutschland aus. Das bin ich.

 

2. Ich mag der zugewanderten Frau “helfen”

 

Es klingt banal. Es ist aber einfach so. Ich kann im weiten Sinne des Wortes einer zugewanderten Person helfen. Als Business und Berufsmentorin kann ich primär zur Integration im Leben und auf dem Arbeitsmarkt in Deutschland beitragen. Als Business Mentorin habe ich selbst bereits einige Jahre Berufserfahrung in Deutschland sammeln können. Daher liebe ich es so sehr, meine persönliche Erfahrung weiterzugeben und alle relevanten Informationen über die Integration, den Arbeitsmarkt, den Job, die Bewerbung, die Vereinbarkeit von Beruf und Familie zu teilen. Gleichzeitig bin ich selbst jedes Mal in der Reflexion und fühle mich dankbar, was ich bisher selbst in Deutschland erreicht und erlebt habe.

 

3.  Ich bin ein Teil der Weiterentwicklung der Mentee

 

Mein Motto ist lebenslanges Lernen für alle Menschen. Es ist aber bekannt, dass grade Frauen nicht überall mal Recht auf Bildung haben und insgesamt mehr benachteiligt sind. Beim Business Mentoring für Deutschland geht es mir nicht um die klassische Bildung. Ich denke da mehr an Wissen fürs Leben und Arbeiten. Dabei habe ich da eine ideale Vorstellung, dass sich jede Migrantin in Deutschland ein erfülltes privates und berufliches Leben aufbauen kann. Für mich gibt es nicht Schöneres als bei der Weiterentwicklung und des persönlichen Wachsens einer Person zuzusehen. Als Personalentwicklerin würde ich sagen, es ist nichts Schöneres eine Migrantin in ihrem Prozess, also auf ihrem Weg zur Erfüllung ihrer privaten und beruflichen Ziele zu begleiten. Wenn ich beobachte, wie eine internationale Frau im Laufe der Zeit sich in Deutschland entwickelt, ihren Horizont erweitert, lernt und wächst, bin ich sehr motiviert. Sobald ich das Vertrauen einer internationalen Frau gewinne, steigt meine Motivation und mein Glaube an meine Mission zum Maximum.

 

4. Ich tauche in die Geschichte der Migrantin ein

 

Jeder Lebenslauf ist anders und für mich hoch spannend. Ich liebe es, von den neuen weiblichen Lebensgeschichte zu hören, in diese einzutauchen, von ihnen zu lernen und diese mit meiner Geschichte zu vergleichen. Meiner Meinung nach liefern Frauen sehr interessanten Porträts, Biografien und Berichte. Für mich ist die Geschichte jeder Frau auf dieser Welt ungewöhnlich. Sosehr ich mich für berühmte, starke, mutige Frauen begeistern kann, begeistere ich mich genauso für die “gewöhnlichen” Frauen, die ich in meinem Alltag und in meiner Mentoringpraxis treffe. Weiterhin habe ich Respekt vor jeder Frau, die aus dem Ausland, aus ihrem Heimatland nach Deutschland kommt. Die Gründe sind unterschiedlich, die sind auch interessant. Aber die Entscheidung, der Mut und der Zeitpunkt sowie ihre Ziele stehen für mich im Mittelpunkt und geben mir viel Energie und Motivation. Ein Teil ihres Lebens, ihrer Geschichte, ihrer Zeit in Deutschland zu sein, ist für mich eine Ehre. Ich kann nur von unseren Gemeinsamkeiten und Unterschiedlichkeiten profitieren. Für mich ist die reale Lebensgeschichte einer Migrantin wie ein guter Dokumentarfilm. Bei diesem Film bekomme ich Übermengen an Spannung und Inspiration.

 

5. Ich kann etwas von andern Fremdsprachen, fremden Kulturen erfahren

 

Ich spreche täglich zwischen zwei oder drei Sprachen. Polnisch ist meine Mutter- und Herzenssprache. Deutsch ist meine zweite Herzens- und Arbeitssprache. Englisch ist meine reine Arbeitssprache. Spanisch ist unsere Familiensprache. Du merkst, das Thema der Fremdsprachen ist bei mir sehr präsent und lebendig. Ich reflektiere viel über die Sprache als Form des Ausdrucks und der Identität, die mit der Sprache zusammen hängt. Mit anderen Worten bringe ich eine große Leidenschaft und Offenheit sowie Interesse für (Fremd) Sprachen mit. Das Thema hängt natürlich mit dem Thema Reisen zusammen. Wenn ich ins neue Land reise, möchte ich zumindest ein paar Worte beherrschen und dadurch mein Interesse und mein Respekt den Menschen dieser Kultur demonstrieren.

Da habe ich Glück und die beste Gelegenheit in Deutschland, Frauen, Mütter, Akademikerinnen und Migrantinnen aus unterschiedlichen Ländern kennenzulernen. Jede spricht mindestens auch eine oder zwei andere Sprachen und ist durch eine mir meisten fremde Kultur geprägt. Natürlich genieße ich sehr, eine polnische, spanische oder lateinamerikanische Frau zu begleiten, zu beraten oder zu coachen. Aber umso mehr freue ich mich auf die Begegnung mit allen anderen. Da ist meine Neugier, Sehnsucht und Fernweh inbegriffen.

 

6. Ich kann die Personal- und Persönlichkeitsentwicklung mit dem Business Deutsch kombinieren

 

Als Scanner Persönlichkeit kann ich durch das Business Mentoring für Migrantinnen mehrere meine Leidenschaften ausleben. Die Kombination zwischen der Personal- und Persönlichkeitsentwicklung und dem Business-Deutsch ist das erste Beispiel. Mentoring ist ein Instrument für die Personal- sowie Persönlichkeitsentwicklung. Also nutze ich es und arbeite mithilfe dieser Methode. Sowohl für mich als auch für die Migrantinnen gilt Deutsch als Fremdsprache. Das Beherrschen der Deutsch-Kenntnisse ist für mich ein Minimum. Aber, sowohl ich als auch viele Migrantinnen, bringe ich viel Ehrgeiz, Ambition und Bewusstsein mit. Es reicht uns nicht nur die deutsche Sprache aus, sondern gleich die Wirtschaftssprache, also Business Deutsch zu beherrschen. Mittlerweile kann ich über Business Deutsch sogar hervorragend lachen – ich bringe da die gesunde Distanz dieser Sprachvariante gegenüber. Dabei vermittle ich den Migrantinnen das Gefühl der Hoffnung, sie können genauso wie ich, einwandfrei Deutsch allgemein und Business Deutsch sprechen und verstehen.

 

7. Ich empfinde einen großen Sinn und die Sinnhaftigkeit im Business Mentoring

 

Das essenzielle Kriterium im Leben grundsätzlich, also im privaten sowie im beruflichen, ist für mich das Gefühl der Sinnhaftigkeit. Ich muss einfach wissen und fühlen, warum ich etwas mache und das kann ich bestens vertreten. Für mich hat es einen enormen Sinn, eine Business-Mentorin für Migrantinnen zu sein. Daher freue ich mich schon auf die kommenden Monate und Jahre sowie die allen neuen Begegnungen mit Migrantinnen in Deutschland.

Monatsrückblick Juni 2022. Abwechslung

Monatsrückblick Juni 2022. Abwechslung

Juni heißt für mich Sommer. Womit verbinde ich den Sommerbeginn? Mit allen schönen und abwechslungsreichen Dingen wie: frische Erdbeeren, Kirschen, Obstbäume, blühende Blumen, erstes Seebaden, Wandern und Schwitzen, Picknickdecke, viel Eis… Insgesamt war dieser Monat richtig sommerlich, ziemlich abwechslungsreich und intensiv. Ich bin dankbar für alles, was ich erleben und lernen durfte.

Bloggen und noch mal bloggen

Neben der Rückkehr an den Arbeitsplatz im Konzern steht an der ersten Stelle für mich das Thema mein Blog und das Bloggen an sich. Es hat sich nicht geändert, warum ich bloggen will – darüber habe ich bereits den kurzen und knackigen Blogartikel geschrieben.

Ich habe im Juni angefangen, im Rahmen der #BoomBoomBlogChallenge2022 von Judith @sympatexter an meinem Blog strukturiert zu arbeiten. Ja, es hilft mir unglaublich, einen inhaltlichen und zeitlichen Rahmen zu haben, an dem ich mich orientieren kann. Allein würde ich mich verlieren. Als Scanner Persönlichkeit tauche ich Zeit lang in dem einen Thema ein, dann aber schaue ich mich schnell wieder nach einer neuen Herausforderung um. Das gemeinsame Streben nach den (gemeinsamen) Zielen gibt mir Kraft, letztendlich nicht aufzugeben und mir für das Projekt “Bloggen” deutlich mehr Zeit zu geben und mehr Geduld mitzubringen.

Mittlerweile denke ich, dass auch meine vermutliche fixe Zielgruppe, die internationalen, ausländischen, ambitionierten ausgebildeten Frauen und Mütter in Deutschland, viel Inspiration auf den vielen unterschiedlichen Blogs von interessantesten Frauen aus der The Contenct Society gewinnen könnten. Dabei lesen sie auf Deutsch als Fremdsprache, erweitern ihr Wortschatz und lernen unglaublich realen und interessanten Frauen dadurch kennen. Klingt das nicht einfach genial?

Endlich mein Fotoshooting

Ich habe mich mit dem Wunsch nach einem tollen, professionellen und dennoch persönlichen Fotoshooting seit Anfang des Jahres getragen. Im Juni hatte ich mich mit der Fotografin Magdalena Waismeier in Lindau in dem wunderschönen Lindenhofpark getroffen. Nicht umsonst steht es zu diesem traumhaften Ort die Beschreibung i m Internet: ein Stückchen Paradies am See. Dieser Ort war für mich fabelhaft und ideal, die ganze Umgebung hat hervorragend gepasst. Habe ich schon mal hier auf dem Blog verkündet, dass ich (grünen) Parks und Gärten liebe und diese immer auf meiner To-See Liste stehen?

Stell dir vor, es ist ein wunderschöner Junitag, die Sonne scheint, alles drumherum ist grün, ein leichter Wind, eine Leichtigkeit des Feiertags in der Luft, Du siehst sogar den Bodensee und Du kannst vor einem tollen Gebäude dich abfotografieren lassen. Als berufstätige Mutter schätze ich so sehr diese Momente, die vor allem nur mir gehören. Ich habe mich so besonders und privilegiert gefühlt. Weil ich Magdalena persönlich schon eine Weile kenne, mit ihr gerne unsere Muttersprache Polnisch spreche, war es für mich klar, dass ich die besten Voraussetzungen bereits habe. Außerdem bekomme ich immer so eine Spritze an Kreativität und Motivation, wenn ich mich mit Magdalena über die Welt de “Kreativität” austausche. Das Ergebnis des Fotoshootings ist toll geworden und es lässt sich vorwiegend hier auf meinem Blog und auf dem Instagramkanal sehen. Yuhhuuu!

Justyna im Paradies

Justyna im Paradies

Haben wir ein/e Freizeit(stress)?

Kunst- und Einradfahren

Am 1. Juni habe ich unsere Tochter Alicja (8 Jahre) zum Schnuppern beim Kunst- und Einradfahren Verein in Friedrichshafen begleitet. Vor einem Monat waren wir in derselben Festhalle beim gebrauchten Fahrradmarkt in Friedrichshafen. Da hat Alicja sich ein Einrad geschnappt und einige Runden mit diesem gedreht. Dabei hat uns eine nette Dame angesprochen und meinte, wir sollten zum Einradverein zum Schnuppern mit Alicja kommen – es werden motivierte Mädchen gesucht. Gesagt, getan.

Der Zufall wollte, dass ausgerechnet an unserem Schnuppertag, am 1. Juni, die Gewinnerin mit ihrem ersten Platz aus diesem Club vor Ort gefeiert hat. Ich fand den Zeitpunkt, um vorbeizukommen, sehr passend und vor allem praktisch. Wir haben nicht nur uns das Bild über das Training generell machen können, sondern konnten dabei aufmerksam beobachten, wie das Zusammen leben und sein unter den Vereinsmitgliedern aussieht.

Wenn Du nicht weißt, was für eine riesige Bedeutung ein Verein in Deutschland hat, lies unbedingt hier dazu mehr.

Playmobil Funpark in der Nähe Nürnberg

Unser Ziel für das Ende der Pfingstferien in Baden-Württemberg war klar. Wir wollen zum Freizeitpark, genauer zum Playmobil Funpark in der Nähe von Nürnberg. Dieser Ort ist ähnlich, wie das bekannte Legoland oder das Ravensburger Spieleland bei uns am Bodensee, genauer in Ravensburg. Ich dachte, dass wir mit diesem Ausflug sowohl Kinder als auch uns Eltern glücklich machen werden. Kinder sollten einen Tag lang viel Spaß und Bewegung im Playmobil Funpark haben. Wir sollten an dem anderen Tag ein Großstadtfeeling in Nürnberg Zentrum genießen. Ausgerechnet an diesen Tagen war gefühlt in der ganzen Bundesrepublik Deutschland die pure Hitze. So auch in der Nürnberg Region. Ich erinnere mich, dass es wirklich sehr heiß, fast stickig war. Dabei bin ich mir sicher, dass niemand wirklich freiwillig bei den Hitzetemperaturen das große Sightseeing mit den noch relativ kleinen Kindern macht. Sie waren im Zentrum der Stadt recht schnell gelangweilt und ich war überfordert. Seitdem ich nicht mehr in Stuttgart lebe (für mich schon ein Großstadt) und dank der Pandemie sehr ruhiges Leben führe, sind mir die Menschenmassen unheimlich. Am Ende haben wir unsere Schwimmanlage im Hotel sehr genossen und sind alle zufrieden nach Hause an den schönen ruhigen Bodensee zurückgekommen.

 

Was im Juni 2022 sonst noch los war

  • Ein traumhafter Wandertag in Österreich im Ort Klösterle in der schönen Region Arlberg. Ich bin wieder sehr motiviert und inspiriert und dankbar für das kleine Wanderbuch “Kinderwagen- & Tragetouren in Vorarlberg” – ich liebe diese besonders lohnende Wege und Ausflugsziele vom Baby bis zum Schulkind. Es ist wirklich praktisch, so ein Buch vom Wandaverlag zu haben. Du kannst nachschlagen und schauen, wo es möglich ist, in Deiner Umgebung einen schönen Ausflug mit kleinen Kindern zu machen. Es gibt sehr viele nützliche Informationen zum Einparken, zur Laufdauer, zum Einkehren (Essen Möglichkeiten) usw. Sehr empfehlenswert!

  • Leichtigkeit am Live Konzert von Alvaro Soler – einem halb deutschen und halb spanischen Sänger. Er ist für uns und alle meine internationalen Freunde und Bekannte auf jeden Fall das Symbol der neuen, weltoffenen und multilingualen Generation. Es war so schön zu sehen und zu hören, wie er ganz natürlich zwischen den drei Sprachen Deutsch, Spanisch und Englisch wechselt und dabei einfach authentisch beleibt. Außerdem war er so dankbar für die Konzertbesucher, für den Ort, das Wetter, für das Singen können. Einfach charmant.

Was ich im Juni 2022 gebloggt habe

Ausblick auf den Juli 2022

  • Bloggen, bloggen, bloggen – pragmatisch – ohne Technikfrustration
  • Boom Boom Blog Challenge zu Ende machen und viel Informatives mitnehmen
  • Meine Website anpassen, WordPress verstehen
  • Zielgruppe verstehen, Zielgruppe spezifische Sprache “trainieren”

Schön, dass Du da bist und mein Blog liest. Vielen Dank.

Justyna

Monatsrückblick Mai 2022. Neuanfang.

Monatsrückblick Mai 2022. Neuanfang.

Der Monat Mai war für mich schon immer ein besonderer Monat. Hinter diesem Mai, Mai 2022, verbirgt sich für mich ein neuer Anfang, ein neues Kapitel, eine neue Tür geht auf. Der Frühling ist bereits da, die frische Energie und der Willen etwas zu bewegen sind nicht zu stoppen. Ich habe grundsätzlich so viele schöne Erinnerungen in dieser Jahreszeit, wie ich auch in meinem letzten sehr emotionalen Post festgestellt habe. Vieles und Bedeutendes ist in meinem Leben um den Monat Mai passiert. Auch in diesem Jahr 2022 hat im Mai nichts gefehlt, es war sogar der beste Monat bis jetzt in diesem Jahr. Und ich schaue gerne auf diesen zurück.

 

Wieder Wandern

 

Am 1. Mai gehen wir als Familie endlich wieder “wandern”. Also wirklich, wirklich wandern war das sicherlich nicht, aber gefühlt nach zwei Jahren wollte ich unbedingt wieder unsere Familientradition beleben und am Wochenende in die Berge fahren. Wir wohnen so privilegiert, in Deutschland an der österreichischen und schweizerischen Grenze, so nah an den “Bergen” – Katzensprung ins Allgäu und in die Vorarlberg Region in Österreich. Ein Traum. Und das Dasein in der bergischen Natur, was und ist für mich mehr schön. Wandern mit den Kindern heißt nichts anderes als einfach laufen bzw. mit Tricks Hauptsache weiter aufwärts bewegen. Es zählt die frische Lust, der Ausblick und sogenannte Tapetenwechsel.

Grün ist meine Lieblingsfarbe.

Spielbus

Da ich zwei noch kleine Kinder habe, verbringe ich nach wie vor viel Zeit an den Nachmittagen auf dem Spielplatz oder einfach in der Natur. Im Mai war bei uns in der Gegend der Spielbus. Der Spielbus ist das mobile Spielhaus und fährt in den Sommermonaten Spielplätze in und um Friedrichshafen an. Also im wahrsten Sinne des Wortes kommt da ein Bus von der Stadt angefahren und bietet an den paar Nachmittagen viele schöne Aktivitäten und Möglichkeiten der kreativen Natur an. Das Highlight war es für meine Kinder, die Möglichkeit, selbst das Stockbrot Masse vorzubereiten und das Brot an dem Feuer direkt zu “backen”. Für mich wiederum das schönste war es, wieder mal Steine zu bemalen. Ich liebe Steine und werde (versprochen) eines Tages hier ein Post über meine Beziehung zu den Steinen schreiben. Ansonsten war es für mich eine logische Folge, meinen bemalten Stein am See, also am Bodensee an einer Schlange aus vielen Steinen liegenzulassen. Nach kurzer Recherche zum Thema bemalte Steine Schlangen habe ich sofort kapiert, dass es sich sehr viele Menschen weltweit mit den Steinen gerne beschäftigen und sich genauso für das Thema begeistern wie ich. Wenn Du mehr Bildern mit den bemalten Steinen bei uns am Bodensee sehen willst, klicke hier rein: https://www.instagram.com/bunte_steine_am_see/

Meine bemalten Steine



Rückkehr zur Arbeit

Ich nehme an dem Teambuilding Workshop im Rahmen der Wiedereingliederung bei meinem Arbeitgeber teil. Es ist für mich eine Chance und eine Möglichkeit, einfach direkt ins neue Team dazuzukommen. Über drei Tage geplant, findet der Workshop in meiner Stadt Friedrichshafen statt; viele meine neuen, internationalen KollegInnen müssen gezielt hierher anreisen. Es fühlt sich alles so aufregend an, nach mehr als einem Jahr Pause von der Arbeit. Ich habe aber sofort ein gutes Gefühl – ein neues Team, eine neue Vorgesetzte, ein neuer Bereich, ein neues Glück. Ab Mai darf ich dann offiziell in das neu gegründete Agile Projekt Pool und mich mehr mit dem Thema Agilität bzw. Agiles Projektmanagement beschäftigen. Dabei bin ich ein Teil des sehr großen und wirklich sehr internationalen Teams. Ich muss , glaube ich, keinem wirklich erklären, was für ein Kakao ich im Kopf hatte. Viele, ganz schön viele neue Impulse, Begriffe, Worte, Abkürzungen; die Arbeitssprache ist dieses Mal tatsächlich ausschließlich Englisch. Englisch ist nach Polnisch, Deutsch und Spanisch für mich die vierte Sprache, für die ich noch in meinem Gehirn Platz habe. Selbst die allen Vornamen der Workshopteilnehmer sich zu merken, war es richtig sportlich. Das war wirklich ein Gehirntraining. Was ich sofort mitgenommen habe, waren die Team- oder Arbeitsregeln, die für das Team zur Orientierung und Identifizierung erarbeitet worden sind. Eine große, neue Tür geht für mich mit der Wiedereingliederung und dem neuen Job in dem agilen Pool nach der Krankheit auf. Und ich fühle mich ziemlich gut in der neuen Umgebung.

Kleiner Einblick in die Teamarbeit.

Coaching

An einem Wochenende darf ich wieder viele Stunden am Rechner sitzen und meine virtuelle Coaching-Ausbildung bei den KINGMAKERS aus Warschau auf Polnisch, meiner Muttersprache, fortsetzen. Ich sollte mir dieses Mal mehr Gedanken machen und mich kreativ ausdrücken, was für ein Coach bzw. Coachart ich bereits bin und was für ein Coach ich zukünftig sein möchte. Worauf sollte und möchte ich als Coach verzichten? Wie geht es meinen KundInnen und mir während der Coaching-Sitzung und insbesondere mit selbst nach dem Coaching? Wir waren frei zu entscheiden, wie wir den anderen von uns erzählen und die Darstellung konzipieren. Ich habe aus den bunten Zeitschriften vieles ausgeschnitten und damit gezeigt, wie ich mir den Moment oder das Gefühl nach dem Coaching mit mir für den Kunden und mich vorstelle und natürlich jedes Mal wünschte. Grad bei diesem Thema geht auch eine große, weitere Tür auf – die Coaching-Räume sind für mich sehr bequem und ich brauche somit eine Abwechslung zu meinem regulären “Brotjob” im Konzern.

Coaching Beziehung und Ich nach dem Coaching
Coaching Beziehung und Ich nach dem Coaching

 

Zeichnen

Ich nehme das Handy mal bewusst in die Hand und widme meine Zeit auf Instagram meinem Blog Buddy, der lieben Marita. Wir tauschen uns grundsätzlich zuerst über unsere Blog-Pläne und Ziele aus. Ich habe bereits alle Podcastfolgen von ihr und ihrer Komplizin gehört. Aber ich hatte Lust, mehr von ihr zu erfahren. Und ich bin fündig. Da entdecke ich ihre Vorliebe fürs Zeichen und bin hin und weg. Sie inspiriert mich mit ihren Zeichnungen so weit, dass ich mir endlich die kleine Kiste mit Künstlerfarben von Schmincke kaufe und mit dem Zeichnen sofort loslege. Es tut gut, mich auf meine Art und Weise kreativ auszutoben.

 

Challenge im Rahmen des Bloggen

 

#BoomBoomBlog 2022 Challenge von Judith @sympatexter: Ich schreibe eine Woche lang an dem Thema “Wie ich wurde, was ich bin. Mein Weg zur leidenschaftlichen Arbeitsmentorin mit dem Migrationsvordergrund”. Eine Blog-Challenge, die zur wirklich emotionalen Achterbahn wurde. Ich bin grade in den emotionalen und persönlichen Themen zu meiner Vergangenheit gründlich geübt. Seit zwei Jahren schaue ich und analysiere vorwiegend mein Leben. Es muss an meinem 40-sten Lebensjahr liegen. Langsam wird es mir aber von der Analyse genug. Der Monat Mai hat mir verholfen, den Wiedereinstieg ins alltägliche Leben und Erleben zu meistern.

Mein Beitragsbild zum Blogpost “Wie ich wurde, was ich bin”.

 

Ausblick

Ich freue mich auf den Monat Juni, auf den Sommer und auf die allen Zielen, die ich mir vorgenommen und realisiert habe, wie viel Zeit alles rund ums Bloggen braucht. Bei den Zielen bin ich grade bei dem letzten Monatsrückblick April gedanklich, wenn Du diesen lesen möchtest, klick hier: https://justynaczubak.com/monatsrueckblick-april-2022/

Gott sei Dank kann ich über meine unrealistischen Vorstellungen zum Bloggen und mich als frische Bloggerin selbst herzlich lachen.

 

Schön, dass Du da bist und mein Blog liest. Vielen Dank.

Justyna

Wie ich wurde, was ich bin. Mein Weg zur leidenschaftlichen Mentorin mit Migrationsvordergrund.

Wie ich wurde, was ich bin. Mein Weg zur leidenschaftlichen Mentorin mit Migrationsvordergrund.

Meine Turning-Points auf dem Weg zur leidenschaftlichen Mentorin in Deutschland.

Nicht nur ich habe und brauche ich Vorbilder, die ich bewundern, denen ich nacheifern kann und wie die ich sein möchte. Es gibt viel, was mich an einem Vorbild faszinieren kann: Worte, Taten, Talente, Charisma, Eigenschaften, Erfolge, Werte.

Vorbilder sind so wichtig – sie motivieren und inspirieren. Sie geben Halt, ohne dass man jeden Tag mit ihnen sprechen muss. Ein Vorbild ist für mich nicht jemand, der oder die besonders weit in ihrer „Karriere“ ist – ein Vorbild sind all die Menschen, die ihren Weg gehen und andere motivieren es ebenfalls zu tun. Vorbilder sind nicht perfekt, im Gegenteil, sie sind unperfekt.

Ich brauche diese Musterbeispiele der Menschlichkeit: Vorbilder beflügeln mich, ihrem Beispiel zu folgen, motivieren und inspirieren zu eigenen Leistungen. Sie dienen mir bis heute als Anspruch, selbst ein Vorbild für andere zu sein. Ich teile mit Dir meine realitätsnahen Vorbilder und MentorInnen, die verschiedenen Rollen in meinem bisherigen Leben gespielt haben.  Sie haben Einfluss genommen, wie ich wurde, was ich bin. Außerdem bin ich mir sicher, dass ich Dich mit diesem Post zum Nachdenken bringe. Du bist sehr wahrscheinlich auch ein Vorbild für jemanden da draußen, sehr wahrscheinlich ohne davon zu wissen.

 

Der November im Jahr 1981, Radom, Polen: meine Mama

Ich komme noch im leicht kommunistisch angehauchten Polenzur Welt und lebe meine weitere 19 Jahre als älteste von sechs Kindern mit meinen Eltern in Radom, einer mittelgroßen Stadt, im zentralen Polen. Tagtäglich trage ich viel Verantwortung für jüngere Geschwister und muss mich beispielhaft “benehmen”und auf andere ständig aufpassen – dabei werde ich automatisch zum Vorbild. Mein erstes Vorbild und somit meine erste Mentorin ist meine Mutter. Eine starke, mutige und unabhängige Frau, die vom Land in die “Stadt” schafft. Sie arbeitet und verdient ihr Geld in einer Bank, dabei erholt sie sich am besten im Garten und baut Gemüse an. Ich habe schon als Kind hautnah gesehen, wie die Vereinbarung zwischen dem Job und der Familie in der Realität aussieht. Von meiner Mama habe ich die Tendenz zu Multitasking übernommen. Sie hat mir den einen Satz tausendmal wiederholt: “Justyna, zähle im Leben hauptsächlich auf Dich selbst”.

Meine Mutter mag eindeutig nicht fotografiert werden. Aber Bilder anschauen umso mehr.

 

Der Sommer im Jahr 1993, Stromiec, Polen: Agnieszka, meine Patentante

Ich bin schon 12 Jahre jung und verbringe meine Sommerferien wieder auf dem Land bei meinen Großeltern und Tanten. Meine Patentante ist meine zweite Mentorin, der ich viele Geheimnisse und Intimitäten anvertraue. Sie ist die erste Selbstständige in meinem Familienkreis, die ich kenne, die mithilfe meiner Großeltern und Schwestern ihr eigens Business aufmacht. Obwohl sie nicht studiert hatte, schafft sie bis heute Arbeitsaufträge, mit ihrer Selbstständigkeit zu bekommen und nebenbei damit Geld zu verdienen. Dabei hat sie immer betont, dass sie nicht für andere, sondern für sich selbst arbeiten möchte. Ich bewundere ihre Entscheidungsstärke und klare Vorstellung von Arbeit. Von ihr habe ich oft den Satz gehört: “Ohne Fleiß kein Preis“.

Meine Patentante fotografiert mich mit dem Teil der Geschwistern/ Cousins.

Der Sommer im Jahr 2000, Radom, Polen:  Agnieszka, Nachhilfelehrerin für Deutsch

Ich bin 18 und verbringe zum ersten Mal die Sommerferien nicht auf dem Land, sondern zu Hause in Radom. Ich habe zwar Abitur bestanden, aber habe keinen festen Studienplatz ab Oktober gefunden. Es geht um meine Zukunft und die wichtigen Entscheidungen fürs Leben. Meine dritte polnische Mentorin, meine Nachhilfelehrerin für Deutsch, ist eine starke, unabhängige, abenteuerlustige und offene Frau. Bei ihr lerne ich nicht nur deutsche Grammatik und Orthografie. Sie erzählt mir von Deutschland, dem Land der vielen Möglichkeiten. Dabei unterstützt sie meine Entscheidung, für ein paar Monate als Au-pair-Mädchen nach Deutschland zu gehen und die Pause zum Deutsch verbessern. Sie war die Erste, die mir das weite Ferne so nah und schmackhaft machte.

 

Der 21. Januar 2001, Ankunft in Deutschland, Stuttgart: Claudia, meine Gastmama

Ein kalter, schneereicher Wintertag. Ich komme nach der 24 Stunden Busfahrt in Stuttgart an. Meine erste Auslandsreise alleine, mit einer Tasche und vieler Träume. Meine erste Bezugsperson in Deutschland, die Gastfrau Claudia, holt mich mit ihrer Tochter Alina am Hauptbahnhof Stuttgart ab. Sie ist die erste starke, unabhängige und kämpferische deutsche selbstständige Frau, die ich treffe und sofort bewundere. Vielmehr ist sie gebildet, intelligent, selbstbewusst, willensstark und komplett emanzipiert. Bis heute versucht sie in der Kulturbranche ihr Bestes zu geben bzw. mit ihrem Kulturkalender Baden-Württemberg letztendlich zu überleben. Im Laufe meines Au-pair-Mädchens Aufenthalt habe ich viel gelernt, vor allem aber, was die Ausdauer im Alltag, im Beruf und für mich persönlich alleine im Ausland heißt. Ich habe vor allem gelernt, wie eine Frau wirklich auf niemanden angewiesen sein muss.

 

Der 3. Oktober 2001, der Tag der Deutschen Einheit, Stuttgart: Tao und Lito

 

An diesem Feiertag ziehe ich in ein 12qm großes Studentenzimmer auf dem Uni-Campus in Stuttgart ein. Der Beginn meiner Freiheit und völliger Unabhängigkeit beginnt. Nebenbei lerne ich, die Küche mit anderen internationalen, größtenteils chinesischen Studenten zu teilen. Ein älterer, sehr ruhiger und offener Student, der heißt Tao, wird mein Freund und Mentor für die nächsten 7 Jahre. Er erzählt mir von der Großstadt Shanghai und bringt mir die chinesische Kultur näher bei. Ich erzähle ihm von Polen und Katholizismus. Wir leben und lieben die interkulturelle Öffnung jeden Tag. Ein paar Wochen später bereichert unsere Freundschaft ein weiter internationaler Student, Lito. Sein echter Name lautet Manuel Luis Sangiao Lorenzo. Er ist ein Spanier, stellt sich aber als Gallego, also der Galizier, der in Barcelona geboren worden ist. Er wird zu meinem Freund und irgendwann zu meinem Mann. Mittlerweile ist er auch der Vater unserer Kinder. Zusammen mit Tao sind wir ein bekannter Multikulti Trio auf dem Uni-Campus. Von diesem Herbst bzw. Winter 2001 bin ich ein absoluter Fan der fremden Kulturen und Ländern. Als Folge begann ich als Buddy die frisch angereisten internationalen Studenten beim Ankommen an der Uni Stuttgart zu unterstützen und Zeit lang zu begleiten. 

Tao, ich und Lito. Wir waren unzertrennlich.

 

Der Winter 2002, Stuttgart: Pablo Torrico und Jaqueline Burgoa

 

Als frisch immatrikulierte Studentin an der Universität Stuttgart bin ich von dem Uni-Leben und Uni-Tempo bzw. der Uni-Sprache überfordert. Das Geld muss ich nebenbei verdienen und ich finde gleich einen interessanten ersten Job im Weiterbildungsinstitut Languacom im Event Management Bereich.  Da lerne ich die LANGUACOM Gründer, ein Ehepaar aus Bolivien, Pablo Torrico und Jaqueline Burgoa. Die beiden sind ein sehr gebildetes, intelligentes, unabhängiges Business Paar in Anzügen. Beide verfügen über mehrere Fremdsprachen Kenntnisse, Top Uni Abschlüsse, interkulturelle Kompetenz und Offenheit sowie viele Ambitionen. Sie sind nicht nur meine Vorgesetzten, sondern die ersten internationalen Vorbilder aus der Weiterbildungsszene in Deutschland. Dank den beiden begreife ich sofort den großen Stellenwert der Weiter- und Erwachsenenbildung in Deutschland. Diese Bekanntschaft und intensive berufliche sowie private Beziehung bringt mich dazu, das neue Studienfach, nämlich die Berufspädagogik an der Universität Stuttgart zu studieren.

 

Der Winter 2003, Barcelona, Spanien: Manuel Luis Sangiao Lorenzo mit Marisol

 

Seitdem ich mit Lito zusammen bin, sind wir regelmäßig bei den Schwiegereltern in Barcelona. Ich höre mit offenem Mund deren Lebensgeschichte, primär die harten Anfänge in einer Großstadt. Sie sind mehr als 1000 km weit aus der Heimat, Galizien, nach Katalonien emigriert auf der Suche nach dem “Brotjob”. Mein Schwiegervater macht sich Ende 70-er Jahre schnell selbstständig und ist mit seinem Handwerk viele Jahre sehr “erfolgreich”. Es imponiert mir sehr, was er sich, wie er sagt, als ein einfacher Junge mit “eigenen Händen” aufgebaut hat. Dabei ist er ein perfektes Abbild der harten und ständigen Arbeit. Leider arbeitet er so viel, dass er vergisst, sich um sich selbst und seine Gesundheit, Hobbys oder Freunden zu kümmern. Heute lebt er in Ruhestand und versucht das Beste aus seiner freien Zeit zu machen. Wie oft ärgert er sich über die Langweile und das Gefühl der Unnutzbar zu sein….  Dank ihm bin ich sehr sensibilisiert und vorsichtig, genug Freizeit und Pause nach der Arbeit einzulegen und Hobbys einzugehen. 

 

Der Frühling 2005, über den Wolken zwischen Stuttgart und Barcelona: Adrianna und Juan

Während des Flugs zu den Schwiegereltern nach Barcelona lernen wir mit Lito ein polnisch-kolumbianisches Ehepaar kennen.  Adarianna Trzeszczkowska-Trujillo und Juan Trujillo sind wie wir ein multikulti Paar und haben wie wir ihre Pläne und Träume. Sie haben kolumbianischen Kaffee zuerst nur für Freunde und Bekannte mitgebracht, dann wurde es zu einem Familienprojekt. Adrianna und Juan importieren Kaffee von der eigenen Familienplantage in Kolumbien. Mittlerweile betreiben die beiden in Oldenburg ihre eigene Kaffeerösterei „La Molienda“ und machen sich damit für fairen Kaffeehandel stark. Adrianna ist eine von meinen besten Freundinnen, die ich habe und ist auch ein großes Vorbild. Sie lebt ihre Berufung und Leidenschaft für den Kaffee aus. Es fasziniert mich bis heute, wie authentisch sie sich mit dem Produkt, also mit dem Kaffee an sich, der Geschichte vom Kaffeeanbau und der Rösterei identifiziert. Sie versucht, auch wie ich, die Arbeit und ihre Multikulti Familie in Deutschland unter einen Hut zu bringen. Seitdem ich sie kenne, frage ich sie über ihr nachhaltiges Business und anstehende Themen und Pläne aus. Dank ihr verstehe ich, dass die Selbstständigkeit nicht nur wortwörtlich “selbst und ständig” bedeute, sondern ein Marathon und kein Sprint ist.

Juan und Adrianna in Oldenburg.

 

Ich und Adrianna, Ada 🙂

 

Beide Familien beim Ausflug.

 

Der Frühling 2006, die Kanalinsel Jersey: Miranda Kelleher

 

Ich lebe das Motto lebenslanges Lernen aus und setze mir ein weiteres Ziel, nämlich, unbedingt meine Englischkenntnisse zu verbessern. Unmengen an Ehrgeiz und kreative Lösungswege werden zu meinen Begleitern. Ich komme auf die geniale Idee, wieder als Au-pair-Mädchen zu verreisen, um Englisch zu erfrischen. Ich bin halt da noch eine “arme, polnische” Studentin, die keine finanzielle Unterstützung bekommt und über die Runden kommen muss. Meine Intuition hilft mir, auf der Kanalinsel Jersey bei der englischen Familie, Fuß zu fassen und sehr intensiv sechs Monate dort zu leben. Englisch fließender zu sprechen, ist nur ein Nebeneffekt dieser Reise. Vielmehr denke ich über meinem Tellerrad hinaus, erweitere mein Horizont, bewundere meine zweite Gastfrau Miranda Kelleher und ihr Lebens- und Arbeitsstil. Sie ist selbst das Bild einer interkulturellen, offenen und modernen Frau. Als Französisch-Lehrerin auf der englischen Insel geht sie für vier Wochen ohne die drei kleinen Kinder nach Afrika, um ein Herzensprojekt zu verwirklichen. Von ihr lerne ich, mehr auf meine Bedürfnisse und mich zu hören.

 

Ich und Lito haben die Kanalinsel Jersey mit einem Moped bereist.

 

Auf der Insel habe ich Iwona kennengelernt, mit der ich bis heute befreundet bin. Sie kommt ursprünglich aus Polen, ganz nah an meiner Heimatstadt.

 

Der Oktober 2008, Stuttgart: Susanne Leithner

 

Im Rahmen des studiumsbegleitenden Arbeitsplatzes bei der Daimler AG habe ich die Gelegenheit gehabt, zwei Jahre Diversity Management Büro mit einer charismatischen Frau, Susanne Leithner, zu teilen. Sie war meine direkte Vorgesetzte und eine unglaubliche Mentorin – unabhängig, selbstbewusst, unternehmungslustig, offen, kreativ, international geprägt, halb Amerikanerin, zielstrebig, ambitioniert und am Ende des Tages die Mutter von zwei Kindern. Jetzt Nachhinein denke ich, dass sie die beste Version der Scanner Persönlichkeit ist, die bestens ihre Vielseitigkeit in Business eingesetzt bzw. demonstriert. Was ich von ihr mitgenommen habe, war die enorme Lebenslust und die reale Veränderungsbereitschaft. Sie hat sich noch zu meiner Zeit bewusst von dem Konzern verabschiedet, um sich eigenes Business aufzubauen.

 

Ich habe genossen, TANDEM Mentoring Ansprechpartnerin zu sein und Frauen mit der Potenzialentwicklung zu fördern.

 

Mit meiner Mentorin, Susanne, waren wir ein eingespieltes Team.

 

Der Winter 2010, Stuttgart: Sabine Klebes

 

Ich bin nach den zwei intensiven Jahren bei der Daimler AG auf der Jobsuche und stelle fest, ich habe mir den Bewerbungsprozess in Deutschland einfacher vorgestellt. Dabei habe ich viele Bewerbungen gesendet und gehofft, ich finde schneller endlich einen festen Stellenplatz im Bereich der Weiterbildung oder der Personalentwicklung. Dabei wusste ich nicht viel von der Bewerbungsstrategie, dem Selbstmarketing und der Vorbereitung für das Vorstellungsgespräch. Ich erinnere mich nicht, wie oder wer mir geholfen hat, das Karriere Coaching in Anspruch zu nehmen. Aber ich bin sehr dankbar, das erste Mal die hervorragende Erfahrung mit der Coachin, Frau Sabine Klebes gemacht zu haben. Sie war die Erste, der ich komplett im Coaching Prozess anvertraut habe und sie aus mir das Beste herausgekitzelt habe. Nach dem Gespräch mit ihr hat es mit dem Jobangebot bei der ZF Friedrichshafen AG im Bereich der internationalen Personalentwicklung leichter geklappt. Erst nach meiner eigenen Coaching-Erfahrung glaube ich bedingungslos an die Macht und den Mehrwert dieses Instruments.

 

Der Mai 2013, Friedrichshafen: Damian Goldvarg

 

Im Laufe meiner Arbeit in der internationalen Personalentwicklung bei der ZF Friedrichshafen AG bin ich bei der Auswahl der externen Trainer beteiligt und suche ich mir diejenigen aus, mit denen ich mir eine Zusammenarbeit vorstellen kann und die zu dem Unternehmen sowie der Zielgruppe wie auch dem Trainingsvorhaben passen. Mit einem internationalen Trainer bzw. einem multilingualen Coach aus Argentinien können wir auf Spanisch sprechen und verstehen uns auf Anhieb sehr gut. Die Bekanntschaft wird über die Jahre freundschaftlich gepflegt. Damian Goldvarg lebt seit Jahren in den USA mit seinem Partner und reist um die Welt, mit der Mission, das Coaching bzw. den Coaching-Mehrwert näherzubringen. Er gibt mir ein unglaublich tolles und konstruktives Feedback, was meine Person, Arbeit und mein “gesamtes Paket” angeht. Dank Damian beginne ich meine erste (virtuelle) internationale Coaching-Ausbildung, die hauptsächlich an der Zeitverschiebung schnell scheitert. Trotzdem verdanke ich ihm, dass er mir die Türe bzw. die Augen für das Thema Coaching geöffnet hat und das Gefühl vermittelt hat, es ist OK, Fehler zu machen bzw. Fehlentscheidungen zu treffen.

 

Der Juni 2020, Friedrichshafen/Radom: Marian Czubak, Victoria Steinhausser und Julia Rang

Während der schlimmen Pandemiephase stirbt mein Vater am 04. Juni 2020 in Radom. Die Grenze in Polen macht pünktlich zu seiner Beerdigung noch auf und wir fahren, um Abschied zu nehmen. Ich bin da beruflich bereits in Kurzarbeit, ausgelaugt, leide an depressiven Stimmungen und finde keinen inneren Frieden. In dieser sehr schmerzvollen Zeit sind mir meine ungarische allgemeine Ärztin und meine Psychotherapeutin dringende Stütze. Ich denke oft an meinen verstorbenen Vater, der mir etwas Wichtiges oft gesagt hat, ohne groß zu erklären. Erst jetzt nach zwei Jahren nach seinem Tod sowie meiner Heilung dank der Therapie verstehe ich seine Worte: Justyna, sei immer einfach Du selbst. Endlich kapiere ich auch, die Hilfe anzunehmen, Pause zu machen, Druck und Perfektionismus abzulegen, Ansprüche zu reduzieren, mich um mich selbst und meine (mentale) Gesundheit zu kümmern, Prioritäten zu überdenken, neu anzufangen, dankbarer für alles zu sein. EINFACH zu leben. Ich selbst zu sein. Beruflich wie Privat.

 

Fazit

 

Heute bin ich selbst zu einer leidenschaftlichen Mentorin mit dem MigrationsVORDERGRUND geworden. Mich treibt das “Teilen” von meinem Wissen und der Erfahrung im weiten Sinne mit Menschen um mich herum.

Ich teile mein (nicht nur fachliches) Wissen beruflich sowie privat:

  • mit den unterschiedlichen Zielgruppen, davon mit den internationalen zugewanderten Personen in Deutschland
  • in den Communities von Freunden, Familien, Eltern, Müttern, Vereinsmitgliedern…
  • mit meinen Kindern, tagtäglich

Ich möchte weiterhin Impulse aus dem (neu) erworbenen Wissen in die Welt bringen, in die Breite streuen bzw. adäquat der Zielgruppe übersetzen. Am besten direkt im Mentoring an die internationalen, offenen, lernwilligen Menschen in Deutschland näher und greifbar bringen. Somit nehme ich Einfluss bei der persönlichen Entwicklung der jeweiligen Person. Somit übe ich mich weiterhin tagtäglich in der Agilität und verfüge über mehrere Rollen, die ich ständig wechsle. In der Zukunft muss auch ich selbst noch gewandter den Wechsel zwischen den mehreren Seiten bespielen können. Aber, ich habe ja viele Vorbilder und MentorInnen. Und ich habe ja noch Zeit 🙂

 

Schön, dass Du da bist und mein Blog liest. Vielen Dank.

Justyna