Ich habe das Glück, seit vielen Jahren als gebürtige Polin wohnhaft in Deutschland, regelmäßig in Spanien zu sein. Natürlich sind das in den meisten Fällen die klassischen Familienbesuche. Ich habe diese Zeit bei den Familien sehr lange als Urlaub definiert. Mittlerweile differenziere ich zwischen dem Familienbesuch und dem Urlaub. Nichtsdestotrotz, mir geht es um die Begegnung, um die regelmäßige Beziehung zu einem Land und dessen Kultur, um die Zeit, die man regelmäßig in diesem einen Land immer wieder verbringt. Heute konzentriere ich mich auf Spanien, woher ich auch diesen Artikel direkt schreibe.

Dakbarkeits- und Multikulturalitätsreihe

Ich bleibe nun in meinem Modus der Dankbarkeit (mein erster Artikel warum ich grundsätzlich für meine Multikulturalität dankbar bin, kannst Du gerne hier nachlesen) und schreibe sehr bewusst und sehr gerne weiter, warum und wofür ich nach all den Jahren meiner Bekanntschaft und Beziehung mit Spanien, dieses Land, insbesondere die Region Galicien, schätze.

Und ja, ich bin da gleich beim Tag 2 im Rahmen der Blokdekade Challenge von dem Onlinekurs The Content Society gelandet. Es ist meine Blogger Familie um Judith Peters im Internet als Sympatexter bekannt, die ich anscheinend wie grade im Urlaub, nicht vergessen kann 🙂

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Meine persönlichen 7 Gründe, Spanien als Teil meiner Multikulturalität zu schätzen

1. Vielseitigkeit der Landschaft

Weite, Breite, Bergen und Ozean sowie Wind und Brise.

Wenn ich in Galizien bin, habe ich das Gefühl, genug Platz zu haben. Genug Raum zum Laufen, Sehen, Atmen. Ich fühle mich als kleiner Teil des Universum und empfinde auch grossen Respekt vor der Natur. Die Höhe der Bergen, die Vorhersehbarkeit des Bergklimas, die knallende Sonne, die grüne Farbe weit und breit.

Das Dorf Cebreiro und “der” Ausblick.

Und wenn ich unbedingt will, bin ich dann auch in einer Stunde am Meer, sogar am Atlantik Ozean und sehe wiederum die knallende blaue Farbe.

Herrlicher Blick. Nach einem tollen Tag in bester Gesellschaft in Cangas.

Ich glaube, ich genieße es einfach in den wenigen Momenten, die wenigen Menschen in dem galicischen Dorf zu treffen. Ein anderer Fall ist es wiederum bei einem Familientreffen 🙂

Weite ud Breite. Ruhe. Die gute Mutter NATUR.

Mein Highlight ist definitiv der freie Zugang zu den Wasserquellen. Stell Dir einfach vor, vor deinem Haus fliesst immer ein sauberes, erfrischendes, bergiges Wasser und du kannst die Flasche mit diesem befüllen und geniessen. So so dankbar dafür!

Laufende Wasserquelle. Mein Favorit. Mein Lieblingsort.

2. Gutes, angenehmes Klima

In Galicien bin ich meistens in August, im vollen Sommer. Da ist es heiß. Dieses Jahr sogar sehr heiß oder zu heiß für die Region. Galizien ist sonst für Regen und nicht besonders schönes Wetter bekannt. Manchmal nenne ich in Gesprächen die Region Galizien auch die grüne spanische Irland.

Aber im großen und ganzen ist das Klima für uns „Urlauber“ oder „Besucher“ einfach nur angenehm. Ich genieße, die Wäsche am Morgen aufzuhängen und spätestens vor dem Mittagsessen abzuhängen. Sonst wird sie zu trocken! Ist das nicht toll?

3. Vielseitigkeit und Andersartigkeit der Pflanzenwelt

Vielfalt und Andersartigkeit der Pflanzenwelt begeistert mich sehr. Natürlich kann ich mich schneller als jede/r SpanierIn für die ganze Exotik begeistern, schließlich komme ich und wohne ich in Mittel und nicht Südeuropa. Da ich aber die grüne Farbe über alles liebe, kann ich ständig meine Augen erfreuen. In Galizien gibt es mehrere schöne, einzigartige Nuancen der grünen Farbe.

Mein Lieblingsbaum ist der Eukalyptus, sein Duft und Rauschen sind ein Genuss.

Dass die Zitronen oder Pomelos oder die Feigen am Baum einfach im Gemüse bzw. obstgarten vor dem Haus zu sehen und zu finden sind, ist es für mich mehr als spektakulär.

Die exotische Früchte am Baum. Immer noch faszinierend!

Solche Blumenpracht würde ich auch gerne haben.

4. Gutes Essen und Trinken

Meeresfrüchte, Fisch, Fleisch aus dem Bauernhof des Onkels; Gemüse aus dem eigenem Anbau (Tomaten, Zwiebel, Kartoffeln, Bohnen, Mangold usw. ) – alles bester “Qualität“

In Spanien trinke ich sehr gerne zum Essen so viel Wein wie ein ganzes Jahr in Deutschland. Am Abend hat sich gut das galizische Bier positioniert und auf dem Festen genieße ich den Apfelwein, für den ich mich sofort begeistern kann.

Ich glaube, jede/r kann bestätigen, dass grundsätzlich die Südeuropäer gut wissen, Leben mit dem guten Essen und Trinken zu geniessen. Ich gehöre zu dieser Sorte auch!

Das Essen ist ausgefallen und nur LECKER!

5. Nähe zu den Tieren

In Spanien darf jeder Mensch und vor allem jedes Kind ungefragt einen Hund streicheln und sich ein paar Minuten mit diesem beschäftigen. In Galicien zum Beispiel auf dem Land laufen sehr viele Hunde einfach frei; ein Haushalt hat Minimum einen Hund und mehrere Katzen; Je nach Möglichkeiten beschafft sich eine Familie weitere Tiere, vor allem Schafe, Ziegen, Hühner und Kaninchen. Das „zu Hause“ produzierte Fleisch hat einen hohen Stellenwert.

Ich mag dieses Bild für die untergehende Sonne, gelbe Hausfarbe, Hof und Hund.

6. (Gast)Freundlichkeit und Herzlichkeit

Offenheit, Spontanität und Leichtigkeit im Umgang mit Menschen machen dieses Land aus. Ich schöpfe so viel aus dem Zwischenmenschlichen. In Spanien kehrt die Lust und der Glaube an den Menschen an sich. Ein leichtes, ungezwungenes Smalltalk ist da eine Normalität.

Ich werde außerdem so oft einfach beschenkt. Ohne Grund. Meisten Menschen wollen einfach teilen. Sie wissen oder spüren vielleicht, dass ich mich über diese kleinen, einfachen, vom Herzen kommenden Geschenke mehr als freue, diese so groß schätze und das Moment des Beschenkt zu sein, offen zelebriere.

7. Spiritualität und eine zumutbare Religiosität

Die Spiritualität und eine „gesunde“ Variante der Religiosität gemischt mit einem mir bekannten Aberglauben aus Polen (Hexen) – für mich eine ideale Kombination aus diesem Lebensbereich.

Spanien ist zumindest theoretisch auch wie Polen sehr katholisch. Ich sehe da aber viel mehr die liberale und leichte Beziehung zur Kirche und der Religion. Ich sehe viel mehr Spiritualität und spüre grade in Galicien stark den Glauben unter den Menschen. Glauben an Gott, Universum und sogar an die Macht der Hexen.

Es berührt mich jedes Mal nach all den Jahren (20 Jahren genau), dass in einem kleinem galicischen Dorf, das Erscheinen der heiligen Maria in Bergen, auch dort hoch in den Bergen, festlich zelebriert wird. Für mich und meine kleine Familie ist der kurzer Besuch oben auf dem Berg bei der heiligen Maria ein Muss auf der Agenda.

Ein Moment der anderen Stille auf dem Berg.

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Ich fühle mich mittlerweile sehr wohl körperlich und seelisch in Galicien. Vielleicht musste es in meinem Fall die dankbare Haltung oder Einstellung reifen. Vielleicht musste ich zuerst mal eine lange Corona bedingte Pause von Spanien und Reisen haben. Vielleicht musste ich wirklich krank sein, wie ich war, um alles im Leben neu zu sehen und wertzuschätzen?

Vielleicht alle diese drei Gründe zusammen?

Wer weiss…

Ich und das galicische Dorf. Eine besondere Beziehung.

Was denkst du liebe/r Blogleser/in?

Vielen Dank, dass Du da bist und meinen Blog liest.

Deine Justyna