Das ist der erste Artikel im Rahmen der #Blogdekade Challenge.

Die Blogdekade ist eine Challenge im Onlinekurs The Content Society, in der wir 10 Blogartikel in 10 Tagen schreiben. Tag 1 war gestern, am 21. August 2022. Bis zum 30. August ist es das Ziel, täglich einen Blogartikel zu veröffentlichen.

Schaue unbedingt bei Judith bzw. Sympatexter vorbei und lass Dich zum Thema Bloggen inspirieren:

https://thecontentsociety.de/

Vielleicht ist auch das der erste und letzte Blogpost mit dieser Challenge. Aber ich fühle mich sehr motiviert, an dieser sommerlichen Blog-Herausforderung teilzunehmen. Mein momentaner Aufenthaltsort, die Kombination aus dem Urlaub, dem Familienbesuch, Westen und Osten in meiner Person, das alles trifft stark aufeinander und diese Kombination macht mich sehr, sehr positiv nachdenklich. All das bringt mich dazu, dass ich über meine familiäre Multikulturalität angefangen habe, stark zu reflektieren.

Bist Du neugierig?

Definition meiner Multikulturalität

Ich komme aus Polen, einer mittelgroßen Stadt. Als ich 19 war, kam ich als Au-pair Mädchen nach Deutschland. 2 Jahre später habe ich meinen zukünftigen spanischen Ehemann kennengelernt. So viel in Kürze zu meiner Multikulturalität.
Natürlich, hinter diesen ein paar Aufzählungen steckt viel mehr. Es sind viele Geschichten, emotionale Momente, schwierige und intuitive Entscheidungen, Begegnungen, Erlebnisse, Abenteuer.

Grund für dieses Blog-Thema

Ich möchte mich mit diesem Blogartikel selbst dran erinnern, dass ich meine neu erschaffene familiäre Multikulturalität nicht mehr messen möchte. Diese multikulti Familie und Seite des Lebens habe ich mir selbst aufgebaut. Einiges, wie Vieles im Leben, hat sich einfach ergeben, aber das Meiste zu dem multikulturellen Zustand, war eine intuitive, auf das bauchgefühlbasierte Entscheidung. Das Schicksal hat mich geführt zu dem allen, was ich heute bin. Ich bin ein Teil dieser neu aufgebauten Familie. Und endlich bin ich einfach stolz, glücklich und dankbar für all das, was zu meiner persönlichen Vielfalt und Multikulturalität gehört.

Jetzt ist es anscheinend ein guter Zeitpunkt, diese Erkenntnis über die positive Seite meiner familiären Situation zu zelebrieren.

Ich und Multikulti Touch

Seit vielen Jahren behaupte ich, dass ich eine europäische Bürgerin bin.

Die ersten 19 Jahre lebte ich in Polen, dabei waren viele davon als ein „unbewusstes“ Kind.
Mittlerweile lebe ich über 20 Jahre in Deutschland an der Seite meines spanischen Mannes. In Deutschland sind wir stark durch den süddeutschen Stil und die Kultur geprägt.
Jeden zweiten Sommer verbringen wir regelmäßig in Spanien, genauer in Galicien, der weit nordwestlich gelegenen Region. Die Eltern meines Mannes leben zwar seit über 40 Jahren in Barcelona, aber beide kommen aus Galizien und kehren jeden August dorthin. Den anderen Sommer verbringen wir im zentralen Polen, um meine Familie und die schönen polnischen Ecken zu erkunden.

Wir sind so doch noch oft in Barcelona und reisen gerne zu Freunden in Norddeutschland.

Positive Seiten meiner Multikulturalität

Hier sind die Gründe, wofür ich meinen persönlichen multikulti Zustand liebe und wobei mich meine multikulti familiäre Situation unterstützt und warum ich sie einfach liebe:

  • Ich bezeichne mich als sehr flexibel und anpassungsfähig; Ich übe mich tagtäglich in der Agilität aus – ich jongliere zwischen so vielen Bedürfnissen, Begebenheiten, Menschen aller Klassen; ich bewege mich zwischen unterschiedlichsten Menschenklassen, Menschen mit anderen Werten als meine, Menschen, die völlig andere Interessen und Lebensweisen haben – aber ich bewundere sie immer für eine andere Option, die ich nicht habe oder Weise, die mir fremd ist;
  • Ich lerne immer etwas Neues von diesen allen Menschen;
    Ich fühle mich offen, tolerant und sehr neugierig.
  • Ich hinterfrage vieles; es interessiert mich, was, wer, warum, wieso, weshalb, woher, wie lange, wohin…
    Ich trainiere mein Gehirn und meine mentale Psyche, ich stelle meine Einstellung und mich sehr regelmäßig dem Neuen und fordere mich dadurch selbst heraus.
  • Ich lerne. Ständig. Überall. Ich lerne durch das Beobachten. Ich unterhalte mich, von Tag zu Tag weniger, aber ich höre mehr. Und dadurch lerne ich noch mehr.
  • Ich beobachte alles. Ich beobachte Menschen und Situationen. Ich beobachte, was typisch oder gängig in dem einem Moment in der einen Situation ist. In jedem Land, der Region, am Tag oder in der Nacht. Ich weiß sofort, was angebracht und was weniger gut ist.
  • Durch die viele regionalen Aufenthalte, Familienbesuche und -begegnungen ziehe ich Vergleiche zu früher und später in meinem Leben und sehe sowohl die positive sowie die bedenkliche Entwicklung der Zustände. Ich fühle mich nach jeder Rückkehr nach Hause einfach nur unbeschreiblich dankbar.
  • Ich schätze mich durch diese ständige Vielfalt als glücklich und dankbar. Die Vielfalt in fast allen meinen Lebensbereichen; vor allem aber in dem familiären bzw. privaten Bereich hält sie mich lebendig, tolerant, offen, lernbereit, flexibel.
  • Ich wertschätze die Vielfalt, die ich durch meine (familiäre) Multikulturalität habe.
  • Ich ziehe viel positive Energie aus der vielfältigen Abwechslung und Änderung heraus.
  • Ich fühle mich durch die Vielfalt, Multikulturalität und Abwechslung sehr lebendig und partizipativ am Leben.
  • Ich habe das Gefühl, dass ich durch die Vielfalt in Bewegung bin und „fit“ bleibe.
  • Ich liebe in die Geschichten, das Leben, den Lebensabschnitt der Menschen aus Polen, meinem familiären Kreis, aus Galizien, aus Barcelona, aus Süddeutschland, aus den allen deutschen und ausländischen Familien, die ich im süddeutschen Raum bis heute begegnet bin, zutiefst einzutauchen.
  • Ich liebe letztendlich meine Geschichte zu teilen, zu analysieren, zu reflektieren, positiv anzusehen, zu zelebrieren, mich und meine kleine neu gegründete Familie für den Mut zu loben, diese multikulti Abenteuer starten.

 

Multikulturelle dankbare Seele

 

Ja, mich begeistert so sehr das Andere, Neue, Unterschiedliche, nicht konventionelle. Meine eigene multikulturell familiäre Situation unterstützt und vertieft dann diese Begeisterung.
Ich zelebriere all die Mutigen, Neugierigen, Interessierten, Laut-Leisen, vielfältigen, multikulturell geprägten Menschen, allen diesen, die offen, tolerant und neugierig sowie ständig lernbereit sind wie ich.

Ein Hoch auf Uns.

Frage an Dich liebe/r Blogleser/in

Wofür liebst Du oder schätzt Du Deine familiäre Seite des Lebens?

Vielen Dank, dass Du da bist und mein Blog liest.

Deine Justyna