„Ich habe Angst, ans Telefon zu gehen.“
Dieser eine Satz – gesagt in unserer ersten gemeinsamen Session – hat alles auf den Punkt gebracht.
Nicht fehlende Grammatik. Nicht fehlender Wortschatz. Angst.
Das ist der Moment, in dem ich verstehe: Sprachcoaching am Arbeitsplatz ist nicht nur Sprachtraining. Es ist Arbeit an Selbstvertrauen, Präsenz und dem Mut zu sprechen – auch wenn es sich noch nicht perfekt anfühlt.
Mit Einverständnis meiner Klientin dokumentiere ich hier ihren Coaching-Prozess – authentisch, konkret, ohne Schönfärberei.
Mehr über meinen Ansatz: Was ich als Neurolanguage Coach® wirklich bewirken will →
Wer sie ist – und warum sie zu mir gekommen ist
Meine Klientin ist eine internationale, ambitionierte Fachkraft. Akademikerin. Vollzeit berufstätig in einem kleinen deutschen Unternehmen. Ihr Bereich: Buchhaltung – mit regelmäßigem Kundenkontakt per Telefon.
Ihr Deutschniveau liegt zwischen B1 und B2. Schriftlich und im Hörverstehen ist sie bereits stark. Aber sprechen – besonders spontan, unter Druck, am Telefon – das ist die Lücke, die sie im Alltag ausbremst.
Sie ist wahrscheinlich die einzige Nicht-Muttersprachlerin in ihrem Unternehmen. Manchmal wird dort sogar Plattdeutsch gesprochen.
Sie möchte an ihrem Arbeitsplatz bleiben. Sie schätzt die Stelle. Sie schätzt die Aufgaben.
Aber der immer wiederkehrende Frust – die Momente wo sie nicht alles versteht, wo sie am Telefon stockt, wo sie sich kleiner fühlt als sie ist –
das zehrt an ihr.
Was sie sich wünscht
Ihr Ziel ist klar – und realistisch:
Nach etwa sechs Monaten möchte sie flüssiger, leichter und authentischer sprechen.
Nicht perfekt. Nicht akzentfrei. Sondern selbstsicher – trotz sprachlicher Grenzen, trotz ausländischem Akzent, trotz gelegentlicher Unsicherheiten.
Das ist kein kleines Ziel. Das ist ein fundamentaler Wandel – von Angst zu Handlungsfähigkeit.
Die vier größten Herausforderungen
In unserem ersten Gespräch nennt sie vier Bereiche die ihr im Berufsalltag auf Deutsch am meisten Schwierigkeiten bereiten:
Erstens – Elternzeit eines Kollegen: Kommunikation über Vertretungen, Übergaben, Absprachen.
Zweitens – Zusammenarbeit mit Banken: Fachsprache, Zahlen, koordinierte Kommunikation zwischen Instituten.
Drittens – Rechnungen und Excel-Dokumentation: Absprachen mit dem Vorgesetzten, präzise Formulierungen.
Viertens – und das ist das Dringendste: Telefonieren auf Deutsch.
„Ich habe Angst, ans Telefon zu gehen.“
Dieser Satz kommt ruhig. Fast beiläufig. Aber er sagt alles.
Dieser Satz zeigt, wie stark Sprache und Emotionen verbunden sind.
Es geht nicht darum, dass sie die Wörter nicht kennt. Es geht darum, dass der Moment des Klingelns sofort eine Kaskade auslöst:
Was wenn ich nicht verstehe? Was wenn ich stocke? Was wenn ich mich blamiere?
Und dann – Stille. Oder Zögern. Oder sie lässt das Telefon klingeln.
Das ist keine Faulheit. Das ist Schutz. Das Gehirn schützt sich vor einem Moment der sich bedrohlich anfühlt.
Genau hier beginnt die Arbeit.
Warum das passiert und wie man es verändert: 7 Mindfucks die Sie vom Deutsch sprechen abhalten →
Was wir gemeinsam entdeckt haben
Wir schauen uns das Telefonieren genau an.
Nicht theoretisch – sondern konkret:
Wann klingelt das Telefon? Was sagt sie wenn sie abnimmt? Wie stellt sie sich vor? Was tut sie wenn sie etwas nicht versteht? Wie notiert sie Informationen? An wen gibt sie weiter?
Und wir entdecken gemeinsam: Sie weiß mehr als sie denkt.
Die Wörter sind da. Die Strukturen sind da. Was fehlt ist nicht Wissen – was fehlt ist Vertrauen in das eigene Wissen.
Das ist eine fundamentale Erkenntnis. Und sie verändert alles.

Sprachcoaching am Arbeitsplatz – was wirklich zählt
Als zertifizierte Neurolanguage Coach® (öffnet in neuem Tab) arbeite ich nicht mit Lehrbüchern oder Grammatikübungen.
Ich arbeite mit dem was wirklich passiert – in echten Arbeitssituationen, echten Gesprächen, echten Momenten der Unsicherheit.
Was dieser Ansatz bedeutet: Neurolanguage Coaching – die Methode erklärt →
Bei dieser Klientin bedeutet das konkret:
Wir üben keine abstrakten Telefongespräche. Wir arbeiten an ihren Situationen – dem Anruf den sie gestern nicht angenommen hat, dem Kollegen den sie nicht verstand, dem Vorgesetzten dem sie etwas erklären musste.
Sprache lernt sich nicht im Lehrbuch. Sie lernt sich im echten Leben – mit echter Begleitung.
Erste Beobachtung nach den ersten Sessions
Was ich bereits nach den ersten gemeinsamen Sessions beobachte:
Sie spricht mehr als sie denkt. Sie versteht mehr als sie glaubt. Und sie ist mutiger als sie sich selbst zugesteht.
Was sie bremst, ist nicht die Sprache selbst. Es ist das innere Bild das sie von sich hat – als jemand der „noch nicht gut genug“ ist.
Dieses Bild werden wir verändern. Nicht durch Aufmunterung. Durch echte, spürbare Fortschritte – Session für Session.
Erkennen Sie sich darin?
Vielleicht kennen Sie dieses Gefühl. Dieses Stocken. Diese Angst vor dem falschen Wort. Dieses Kleinersein als man eigentlich ist.
Dann ist das kein Zeichen von Schwäche. Es ist ein Signal – dass Sie vielleicht noch nicht den richtigen Ansatz gefunden haben.
Was 1:1 Coaching für Sie bedeuten kann: Coaching Privatperson – Deutsch als Leadership-Kompetenz →
Lassen Sie uns reden.
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Justyna Czubak ist Neurolanguage Coach® und Expertin darin, internationale Fach- und Führungskräfte im DACH-Raum zu echter beruflicher Sichtbarkeit zu bringen – durch Sprache als strategisches Leadership-Instrument. Mit über 12 Jahren Erfahrung in HR, internationaler Personalentwicklung und Leadership Development kennt sie genau, was Top-Talente brauchen: nicht mehr Grammatik, sondern mehr Präsenz. Nicht besseres Deutsch, sondern bessere Karriere.
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